Anschläge in Thailand: «Wir wissen, wer dahintersteckt»

Die thailändische Polizei hat im Zusammenhang mit der Bombenserie zwei Verdächtige festgenommen. Die Behörden betonen einen «Akt lokaler Sabotage».

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Nach der Anschlagsserie in Thailand sind die Ermittler nach eigenen Angaben bei der Aufklärung der Taten entscheidend vorangekommen. «Wir wissen, wer dahintersteckt», sagte der Vize-Sprecher der thailändischen Polizei, Piyapan Pingmuang, am Sonntag.

Im Badeort Hua Hin, der am schwersten von der Anschlagsserie betroffen war, wurden demnach zwei Verdächtige für eine Befragung in Gewahrsam genommen. In der Provinz Nakhon Si Thammarat sei im Zusammenhang mit einem Brandanschlag Haftbefehl gegen einen Verdächtigen ausgestellt worden, führte der Sprecher aus.

«Akt lokaler Sabotage, nicht Terrorismus»

Er bekräftigte die Darstellung der Militärjunta, dass es sich bei den Anschlägen nicht um das Werk internationaler Terroristen gehandelt habe. «Ich bestätige nochmals, dass es ein Akt lokaler Sabotage war, nicht Terrorismus», sagte der Polizeisprecher. «Wir haben in Thailand keinen Terrorismus.»

Auch Spekulationen, dass muslimische Rebellen aus dem äussersten Süden Thailands die Anschläge begangen hätten, hatten die Behörden zurückgewiesen. Sollte es sich doch um muslimische Rebellen handeln, wäre dies eine entscheidende Ausweitung ihres Kampfes gegen die Staatsführung des vornehmlich buddhistischen Landes.

Rückschlag für Militärführung

Am Donnerstag und Freitag waren innerhalb weniger Stunden insgesamt elf Sprengsätze im Badeort Hua Hin, auf der Insel Phuket sowie im äussersten Süden Thailands explodiert, zudem gab es mehrere mutmassliche Brandanschläge. Vier Thailänder wurden getötet und mehr als 30 weitere Menschen verletzt, darunter nach Angaben des Auswärtigen Amtes vier Deutsche.

Für Thailands Militärführung ist die Anschlagsserie ein Rückschlag. Nachdem sie sich 2014 an die Macht geputscht hatte, stellte sie sich als Garant für Stabilität und Sicherheit dar. Wenige Tage vor den Anschlägen hatte die Militärführung in einer Volksabstimmung eine neue Verfassung absegnen lassen, die Kritiker als Versuch einer Zementierung der Militärherrschaft werten. (kko/sda)

Erstellt: 13.08.2016, 08:34 Uhr

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