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Polizei verhört Strauss-Kahn in Paris

Nun muss sich Dominique Strauss-Kahn also auch in Frankreich mit der Justiz herumschlagen. Die Polizei hat den früheren IWF-Chef erstmals verhört. Der Vorwurf: Versuchte Vergewaltigung.

Kaum zurück, schon wieder ein Treffen mit der Polizei: Dominique Strauss-Kahn am 4. September 2011 in Paris.
Kaum zurück, schon wieder ein Treffen mit der Polizei: Dominique Strauss-Kahn am 4. September 2011 in Paris.
Keystone

Es geht um eine Anzeige wegen versuchter Vergewaltigung – eingereicht von Tristane Banon. Die erste Anhörung habe auf Bitten ihres Mandanten so schnell wie möglich stattgefunden, teilten die Anwälte des 62-Jährigen Dominique Strauss-Kahn mit. Strauss-Kahn werde bei den polizeilichen Vorermittlungen als «Zeuge» vernommen.

Die Schriftstellerin Tristane Banon hatte DSK im Juli angezeigt. Sie wirft dem sozialistischen Politiker vor, 2003 bei einem Interview über sie hergefallen zu sein. Am Samstag kritisierte die 32-Jährige den «Heldenempfang», den ihr Land dem früheren IWF-Chef bei seiner Rückkehr vor einer Woche bereitet habe. Strauss-Kahn zeigte die Autorin seinerseits wegen Verleumdung an.

Der frühere französische Finanzminister, der nach seiner Festnahme in New York im Mai von seinem Posten als Chef des Internationalen Währungsfonds zurücktrat, war in den USA angeklagt, weil er ein New Yorker Zimmermädchen zum Oralsex gezwungen haben soll. Die US-Justiz sah einen sexuellen Kontakt als erwiesen an, konnte aber die Gewaltanwendung nicht zweifelsfrei nachweisen. Im August wurde das Strafverfahren deshalb eingestellt.

AFP/bru

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