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Polizisten beschädigen eigenen Wasserwerfer mit Eiern

So war das nicht gedacht: Die Thüringer Bereitschaftspolizei sollte sich bei einer Übung von den Vorzügen eines neuen High-Tech-Wasserwerfers überzeugen. Dabei zogen sie jedoch dessen Panzerglas in Mitleidenschaft.

Wird auch in der Schweiz verwendet: Ein Wasserwerfer des selben Herstellers im Besitz der St. Galler Polizei.
Wird auch in der Schweiz verwendet: Ein Wasserwerfer des selben Herstellers im Besitz der St. Galler Polizei.
Ennio Leanza, Keystone

In Deutschland haben Beamte der Thüringer Bereitschaftspolizei einen Wasserwerfer beschädigt. Wie der Mitteldeutsche Rundfunk MDR berichtete, warfen die Beamten bei einer Übung Gegenstände auf das 33-Tonnen-Fahrzeug des Typs WaWe 10. Dadurch seien drei faustgrosse Schäden an der Polycarbonat-Panzerverglasung des Einsatzfahrzeuges entstanden, hiess es im Bericht.

Ein solches Schadensbild sei nicht nachvollziehbar, erklärte die Landespolizeidirektion laut MDR. Bei der Übung seien nicht etwa Steine verwendet worden, wie sie gelegentlich bei Demonstrationen und Fussballspielen gegen die Polizei fliegen, sondern «neben Eiern auch Tennisbälle und halb gefüllte PET-Flaschen».

Hersteller um Stellungnahme gebeten

Nach Angaben des Thüringer Innenministeriums sei ein solcher Schaden bundesweit noch nicht vorgekommen, hatte der MDR weiter berichtet. Eine entsprechende Schadensmeldung sei bereits an das Bundesinnenministerium geschickt worden, das den Wasserwerfer mit 10'000 Litern Fassungsvermögen für die Länder beschafft hatte. Berlin habe den österreichischen Feuerwehrausrüster Rosenbauer als Hersteller des Fahrzeugs um eine Stellungnahme gebeten.

Rosenbauer-Sprecherin Gerda Königstorfer sagte dem MDR Thüringen am Dienstag, das Unternehmen sei noch nicht offiziell von dem Schaden informiert worden. Sollte es nötig sein, werde die Scheibe ausgetauscht. Die Sprecherin wertete die Schäden nach einer Betrachtung eines entsprechenden Fotos auf der Internetseite des Senders demnach allerdings als «Kratzer».

Eigentlich hätten sich die Beamten laut Bericht bei der Übung von den Vorzügen des Fahrzeugs überzeugen sollen. Was die Polizisten nach der Übung von dem Gefährt halten, wurde nicht bekannt.

AFP/mw

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