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Polizisten beteiligen sich an «Knie»-Protest

Die Protestwelle nach Donald Trumps jüngsten Attacken auf Football- und Basektballstars hat inzwischen auch die Polizei von Chicago erreicht.

Sie ist als Aktivistin bekannt. Aleta Clark mit zwei Polizisten aus Chicago.
Sie ist als Aktivistin bekannt. Aleta Clark mit zwei Polizisten aus Chicago.
Instagram.com/englewoodbarbie

Die Zeitung «Chicago Sun-Times» veröffentlichte am Dienstag ein Foto der US-Aktivistin Aleta Clark mit zwei Polizisten, die gemeinsam mit ihr knien und dabei ihre Fäuste in die Luft strecken.

US-Präsident Trump liefert sich seit Tagen einen heftigen Streit mit Sportstars über deren angeblich mangelnde patriotische Gesinnung. Diese waren wiederholt aus Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze auf die Knie gegangen, während die Nationalhymne vor Beginn ihres Spiels ertönte. Nach scharfen Attacken Trumps auf die Spieler weiten sich die Proteste seit Tagen immer weiter aus.

Video: Trump legt sich mit Profisportlern an

Wie Aleta Clark der Nachrichtenagentur AFP sagte, hatte sie in zwei Polizeiwachen von Chicago gefragt, ob Polizisten gemeinsam mit ihr für ein Protestfoto posieren wollten. «Ich wollte wissen, ob ich Polizisten finden kann, die Rassismus und Polizeigewalt für falsch halten». In der ersten Wache, in der nur weisse Polizisten im Dienst gewesen seien, habe sie keinen Erfolg gehabt. In der zweiten Wache aber seien zwei schwarze Beamte zu dem gemeinsamen Foto bereit gewesen.

Auch diese Polizisten zeigte sich dazu bereit:

Dazu brauche es Mut, sagte die Aktivistin, die für ihre Aktionen gegen Gewalt bekannt ist. Immerhin könnten die beiden Polizisten damit ihre Karriere gefährden. Tatsächlich erklärte Polizeisprecher Anthony Guglielmi, die beiden Beamten hätten mit ihrem Kniefall gegen den Grundsatz verstossen, jede politische Aktivität im Dienst zu unterlassen. Ihnen droht nun eine Abmahnung.

Video: Der Einsame

Alejandro Villanueva von den Pittsburgh Steelers steht während der Nationalhymne als Einziger seines Teams.

Bildstrecke: Der Hymnenprotest

Mehrere Spieler der San Francisco 49ers knieten am Sonntag, 15. Oktober, während der Nationalhymne im Stadion der Washington Redskins. Es blieb am 3. Spieltag nach Trumps Attacke auf die knienden Spieler der grösste Protest bei allen Partien.
Mehrere Spieler der San Francisco 49ers knieten am Sonntag, 15. Oktober, während der Nationalhymne im Stadion der Washington Redskins. Es blieb am 3. Spieltag nach Trumps Attacke auf die knienden Spieler der grösste Protest bei allen Partien.
Geoff Burke, Keystone
Solidarisch zeigten sich die Spieler des Bundesligisten Hertha Berlin am letzten Samstag beim Spiel gegen Schalke.
Solidarisch zeigten sich die Spieler des Bundesligisten Hertha Berlin am letzten Samstag beim Spiel gegen Schalke.
Annegret Hilse, AFP
Die US-Athleten Tommie Smith (Mitte) und John Carlos recken bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt ihre Fäuste zum Black-Power-Gruss in den Himmel.
Die US-Athleten Tommie Smith (Mitte) und John Carlos recken bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt ihre Fäuste zum Black-Power-Gruss in den Himmel.
Keystone
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AFP/roy

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