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Rätselhafte Mordserie irritiert Kriminologen

Er soll in drei Monaten fünf Menschen erstochen und 13 schwer verletzt haben, doch sein Motiv bleibt ein Rätsel: Was Elias A. zur Serie blutiger Attacken in drei US-Staaten getrieben haben könnte, ist völlig unklar.

Seine Taten geben Rätsel auf: Elias A. bei der ersten gerichtlichen Anhörung.
Seine Taten geben Rätsel auf: Elias A. bei der ersten gerichtlichen Anhörung.

Begonnen hatte die Angriffsserie im Mai in der Stadt Flint im US-Staat Michigan. 14 Männer wurden dort auf einsamen Strassen von einem Unbekannten angesprochen, der erklärte, er habe Probleme mit seinem Auto oder habe sich verfahren. Dann stach der Mann zu und ergriff die Flucht - und liess seine Opfer schwer verletzt zurück. Fünf von ihnen starben, allesamt Einwohner von Flint. Vier ähnliche Attacken wurden aus den benachbarten US-Staaten Ohio und Virginia gemeldet, in einem dieser Fälle schlug der Angreifer mit einem Hammer zu.

Vor Abflug nach Israel festgenommen

Der Tatverdächtige wurde zur fraglichen Zeit wegen eines Verkehrsdelikts in Virginia von der Polizei gestoppt, in seinem Auto fanden sich ein Messer und ein Hammer. Die Beamten liessen den 33-Jährigen allerdings wieder laufen, mit der Angriffsserie wurde er erst nach einem Hinweis aus der Bevölkerung in Verbindung gebracht. Am Mittwoch wurde der Israeli schliesslich am Flughafen von Atlanta festgenommen, als er gerade in seine Heimat Israel fliegen wollte. Seine Familie zeigte sich entsetzt: Dass sein seit 15 Jahren in den USA lebender Cousin Menschen ermordet haben könnte, sei vollkommen undenkbar, sagte ein Vetter der Nachrichtenagentur AP.

Auch Kriminologen zeigen sich ratlos über den Fall, der Amerika seit Wochen in Atem hält. Die Opfer wurden scheinbar wahllos angegriffen, das jüngste war 15, das älteste 67. Nur eines war allen gemeinsam: es waren ausnahmslos Männer. Ungewöhnlich sei auch, dass der Täter sich offenbar nicht dafür interessiert habe, ob seine Opfer tot waren, sagte der auf Serienkiller spezialisierte Kriminologe Robert Keppel der Nachrichtenagentur AP: Wer immer die Taten begangen habe, «ihn interessiert nur das Zustechen», erklärte der Experte.

dapd Corey Williams und David Runk/bru

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