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Raserunfall Schönenwerd: Zwei Angeklagte erneut in U-Haft

Zwei der drei Angeklagten im Prozess wegen des Raserunfalls von Schönenwerd SO sitzen in Untersuchungshaft – wegen neuerlicher Vergehen im Strassenverkehr.

Erstinstanzliche Strafe von fünf Jahren und acht Monaten Gefängnis: Nekti T. (hinten im Auto) nach der Urteilseröffnung am Amtsgericht Olten-Gösgen im Oktober 2010.
Erstinstanzliche Strafe von fünf Jahren und acht Monaten Gefängnis: Nekti T. (hinten im Auto) nach der Urteilseröffnung am Amtsgericht Olten-Gösgen im Oktober 2010.
Keystone
Pierino Orfei, der Gerichtsvorsitzende im erstinstanzlichen Prozess am Amtsgericht Olten-Gösgen.
Pierino Orfei, der Gerichtsvorsitzende im erstinstanzlichen Prozess am Amtsgericht Olten-Gösgen.
Keystone
Wegen vorsätzlicher Tötung hatte Staatsanwalt Rolf von Felten Gefängnisstrafen von bis zu acht Jahren gefordert.
Wegen vorsätzlicher Tötung hatte Staatsanwalt Rolf von Felten Gefängnisstrafen von bis zu acht Jahren gefordert.
Keystone
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Einer der beiden Angeklagten sass ohne Fahrausweis am Freitag am Steuer eines Autos, der zweite wurde bereits am Donnerstag bei einem illegalen Autorennen erwischt. Dabei hat der Prozess gegen die Männer erst vor kurzem in Olten begonnen. Seit vergangenem Montag stehen die beiden 20-Jährigen sowie ein dritter Angeklagter vor Gericht wegen des Raserunfalls in Schönenwerd von 2008 mit einer Toten und zwei Verletzten. An dem Unfall waren drei Raserautos beteiligt. Den drei Fahrern wird nun der Prozess gemacht.

Am Donnerstagabend wurde einer der Angeklagten offenbar erneut beim Rasen erwischt. Er soll als Beifahrer an einem illegalen Autorennen mitten im Dorf Trimbach SO beteiligt gewesen sein.

Autos beschlagnahmt

Bei einer Radarkontrolle am Donnerstagabend seien zwei dicht aufeinander fahrende Autos mit 102 km/h und 98 km/h von der Polizei geblitzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn am Samstagabend mit und bestätigte damit ein Meldung des Regionalsenders «Tele M1». Erlaubt war an dieser Stelle eine Geschwindigkeit von 50 km/h.

Die Polizei beschlagnahmte noch vor Ort die beiden Raserautos und verhaftete die vier Insassen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war unter den vier Verhafteten ein weiterer am Schönenwerder Raserunfall Beteiligter. Dieser war damals jedoch lediglich Beifahrer und muss sich deswegen nicht vor Gericht verantworten.

Am Donnerstag sass er jedoch am Steuer eines der beiden in Trimbach geblitzten Autos. Gegen ihn sowie gegen den anderen Fahrer wurde ein Strafverfahren eröffnet wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln. Gegen die beiden Beifahrer wurde ein Strafverfahren wegen Anstiftung beziehungsweise Gehilfenschaft eröffnet, wie die Staatsanwaltschaft weiter schreibt.

Einen Monat U-Haft

Am Freitag verhaftete die Polizei den zweiten Angeklagten des Raserprozesses. Es habe im Verlauf der Woche mehrere Hinweise aus der Bevölkerung gegeben, dass der Mann am Steuer seines gelben Fiat Punto unterwegs gewesen sei. Nach Ermittlungen der Polizei sei der Mann verhaftet worden.

Gegen ihn wurde eine Strafuntersuchung wegen Fahrens trotz Führerausweisentzug eingeleitet. Der Fiat wurde ebenfalls beschlagnahmt. Es ist der gleiche gelbe Fiat Punto, mit dem der Verhaftete 2008 durch Schönenwerd gerast war.

Am Samstag wurden die fünf Festgenommenen einem Haftgericht vorgeführt. Dieses ordnete für alle fünf Untersuchungshaft an. Dies für die Dauer von einem Monat wegen Verdunkelungs- und Fortsetzungsgefahr.

Urteil Ende Oktober erwartet

Auf freiem Fuss befindet sich demnach nur noch der dritte Angeklagte - jener der am 8. November 2008 in jenem der drei Auto sass, das in ein korrekt fahrendes Auto raste. In diesem sassen eine 21-jährige Frau, ein damals 59-jähriger Mann und seine 62-jährige Frau. Der Mann und seine Ehefrau wurden schwer verletzt; die junge Frau starb.

Die drei mutmasslichen Raser müssen sich derzeit wegen vorsätzlicher Tötung und schwerer Körperverletzung vor dem Amtsgericht Olten-Gösgen. Das Urteil soll voraussichtlich am 27. Oktober gefällt werden.

(SDA)

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