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Tscheche überfällt Churer Bank – und bestellt dann ein Bier

Die Polizei hat den mutmasslichen Täter in einem Churer Lokal unweit der Kantonalbank festgenommen. Dieser hatte mehrere Zehntausend Franken Bargeld erbeutet.

Die Polizei fand den mutmasslichen Täter in einem Lokal in der Nähe des Tatorts auf. Foto: Leserbild «20 Minuten»
Die Polizei fand den mutmasslichen Täter in einem Lokal in der Nähe des Tatorts auf. Foto: Leserbild «20 Minuten»

Ein 55-jähriger Tscheche hat am Donnerstag bei einem Überfall auf den Hauptsitz der Graubündner Kantonalbank (GKB) in Chur mehrere Zehntausend Franken erbeutet. Der Mann gab in der Schalterhalle zwei Schüsse aus einer Schreckschusspistole ab. Verletzt wurde niemand.

Der Überfall ereignete sich am Donnerstagmorgen kurz nach 9 Uhr. Nach Angaben der Kantonspolizei Graubünden betrat der Tscheche die Schalterhalle der Bank und gab zwei nicht gegen Personen gerichtete Schüsse aus einer Schreckschusspistole ab. Danach erbeutete er Bargeld in der Höhe von mehreren Zehntausend Franken.

Ganz in Ruhe ein Bier bestellt

Bereits eine knappe halbe Stunde nach dem Überfall wurde der Täter dank Hinweisen aus der Bevölkerung in der Nähe der Bank verhaftet. Er hielt sich in einem Lokal auf. Das zuvor geraubte Geld konnte sichergestellt werden.

Wie die Pächterin der Wirtschaft gegenüber www.suedostschweiz.ch erzählte, habe der Mann relativ ruhig ihr Lokal betreten. Der Gast habe sich normal verhalten und ein Bier bestellt. «Ausserdem sagte er, dass er Hunger habe, und fragte nach einem Schnitzel. Ich bot ihm Gipfeli und Kuchen an, er beliess es dann aber bei dem bestellten Bier.» Der Bankräuber konnte sich einen Schluck genehmigen, dann stürmte die Polizei das Lokal. Wie die Wirtin gegenüber blick.ch sagte, habe der festgenommene Gast seine Konsumation nicht bezahlt. «Er schuldet mir sechs Franken.»

Die Pächterin nahm die ganze Angelegenheit aber doch mit viel Humor. Nachdem der Spuk vorbei gewesen war, stellte sie ein Schild vor ihre Gaststätte mit dem Wortlaut: «Man muss keine Bank überfallen, um bei uns ein Bier zu kriegen.»

Der Schock sitzt tief

Die Kantonspolizei und die Stadtpolizei waren mit einem Grossaufgebot vor der Bank am Churer Postplatz erschienen. Während des Überfalls hielten sich Kundinnen und Kunden der GKB in der Schalterhalle auf. Sie blieben unversehrt und wurden danach von einem Careteam betreut. Die Staatsanwaltschaft leitete eine Strafuntersuchung ein.

Die Graubündner Kantonalbank selbst bestätigte den Überfall in einer eigenen Mitteilung. Die Lage sei dank dem internen Sicherheitsteam und der Polizei schnell unter Kontrolle gewesen.

«Selbstredend sitzt der Schock bei den betroffenen Kunden und Mitarbeitenden tief», schrieb die Bank. Die Kundenhalle am Churer Postplatz blieb nach dem Überfall den ganzen Donnerstag geschlossen.

(SDA)

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