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Börsenhändler der Wallstreet bleiben zu Hause

Wintersturm Stella legt die Ostküste der USA lahm. In New York haben Schulen, Flughäfen und sogar die UNO geschlossen.

Schulen, die UNO und die Büros der Börse bleiben geschlossen: Die Wall Street ist eingeschneit. (13. März 2017).
Schulen, die UNO und die Büros der Börse bleiben geschlossen: Die Wall Street ist eingeschneit. (13. März 2017).
AFP
Die Lage auf den Strassen ist prekär: Ein Unfall in Wisconsin. (13. März 2017)
Die Lage auf den Strassen ist prekär: Ein Unfall in Wisconsin. (13. März 2017)
Keystone
Es sei mit 45 Zentimeter Neuschnee zu rechnen.
Es sei mit 45 Zentimeter Neuschnee zu rechnen.
AFP
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Ein Wintersturm hat grosse Teile des Nordostens der USA mit einer dicken Schneedecke überzogen. Der Sturm «Stella» sorgte in der Region zwischen Maine und West Virginia für Stillstand. Schulen blieben geschlossen und tausende Flüge wurden gestrichen. Sogar die UNO in New York schloss ihre Pforten.

Der nationale Wetterdienst (NWS) gab am Montag eine Wintersturmwarnung aus für ein Gebiet, das fast ein Dutzend Bundesstaaten umfasst: vom östlichen West Virginia bis in den Norden zum Bundesstaat Maine an der Grenze zu Kanada.

Die Warnung vor einem Schneesturm oder Blizzard galt für ein Gebiet vom östlichen Pennsylvania bis ins südwestliche Maine. Von der Blizzard-Warnung war auch die Metropole New York betroffen.

Nach Tagesanbruch am Dienstag gab es jedoch schon Entwarnung: Der NWS zog seine Schneesturmwarnung für New York zurück. Arbeiter schaufelten auf dem Times Square die Schneemassen weg.

Hamsterkäufe: Die Bewohner der US-Ostküste deckten sich gestern mit Vorräten ein (Video: Tamedia).

Der Meteorologe Joe Pollina sagte der Nachrichtenagentur AFP, es werde mit zehn bis 15 Zentimetern Schnee in weiten Teilen von New York City gerechnet, in einem Teil des benachbarten New Jersey möglicherweise mit 30 Zentimetern. «Es ist nicht mehr der schlimmste Sturm der Saison in New York», sagte Pollina.

Zuvor war mit weit grösseren Schneemassen gerechnet worden: New Yorks Stadtpräsident Bill de Blasio rief für die 8,4-Millionen-Einwohner-Metropole den Notstand aus und sagte, es könnten bis zu 60 Zentimeter Schnee fallen.

Im vergangenen Jahr hatte New York seinen bislang schlimmsten Schneesturm erlebt: Binnen 24 Stunden waren fast 70 Zentimeter Schnee niedergegangen. Bei dem Unwetter starben damals in der Region 18 Menschen.

Tausende Flüge gestrichen

«Stella» wirbelte aber den Verkehr ordentlich durcheinander: Von Montag bis Mittwoch wurden insgesamt mehr als 7800 Flüge gestrichen. Betroffen waren vor allem die Flughäfen von New York, Boston, Baltimore, Washington und Philadelphia, wie der Flugbeobachtungsdienst FlightAware mitteilte.

Treffen geplatzt: Merkels Besuch bei Trump wurde wegen des schlechten Wetters auf Freitag verschoben (Video: Tamedia).

Auch Flüge aus der Schweiz in die USA waren betroffen: sieben ausgehend vom Flughafen Zürich-Kloten und zwei von Genf-Cointrin. Der Sturm hatte zudem Folgen auf politischer Ebene: Der USA-Besuch der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel musste wegen des Wetters von Dienstag auf Freitag verschoben werden.

Wall Street bleibt Zuhause

Das öffentliche Leben stand am Dienstag weitgehend still. Die Schulen in New York sowie in Teilen der Bundesstaaten Connecticut, Massachusetts, Rhode Island und Virgina blieben geschlossen.

Die UNO gab bekannt, ihr Hauptquartier in New York am Dienstag geschlossen zu lassen – davon betroffen waren auch tausende Delegierte einer Frauenkonferenz. Die Händler der Wall Street wollten von zu Hause aus arbeiten.

Der Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, sagte im Sender CNN, 5000 Schneepflüge und 2000 Nationalgardisten seien im Einsatz. Die New Yorker Flughäfen John F. Kennedy und La Guardia sowie die Behörden und Schulen seien geschlossen. «Es gibt keinen wirklichen Grund, auf der Strasse zu sein», sagte Cuomo. Schneematsch und Eis bedeckten auch die Strassen der US-Hauptstadt Washington. Mitarbeiter von Bundesbehörden durften dort mit dreistündiger Verspätung zur Arbeit erscheinen.

Der Wintereinbruch machte auch den Pflanzen zu schaffen: Nach Behördenangaben waren in Washington 90 Prozent der dort im Tidal Basin zu sehenden japanischen Kirschblüten durch die Kälte bedroht.

SDA/woz/chk

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