Zum Hauptinhalt springen

Rihanna ruft zum Löschen von Snapchat auf

Eine auf Snapchat geschaltete Werbung hat einen Shitstorm auf den sozialen Medien ausgelöst.

Rihanna, die selbst Opfer häuslicher Gewalt wurde, wirft Snapchat Verharmlosung vor. (Archivbild)
Rihanna, die selbst Opfer häuslicher Gewalt wurde, wirft Snapchat Verharmlosung vor. (Archivbild)
Vianney Le Caer, Keystone
Chris Brown wurde wegen Bedrohung und Körperverletzung angeklagt und verurteilt. (Archivbild)
Chris Brown wurde wegen Bedrohung und Körperverletzung angeklagt und verurteilt. (Archivbild)
Scott Roth, Keystone
Die beiden Sänger waren Ende 2007 bis Februar 2009 ein Paar. (Archivbild)
Die beiden Sänger waren Ende 2007 bis Februar 2009 ein Paar. (Archivbild)
Alex Gallardo, Keystone
1 / 4

Rihanna wirft dem Instant-Messaging-Dienst Snapchat vor, häusliche Gewalt zu verharmlosen. Wie mehrere deutsche und US-amerikanische Medien vermelden, rief die US-Sängerin ihre Fans am Donnerstag dazu auf, die App zu löschen. Die Aktie des US-Unternehmens fiel in Folge um 4,7 Prozent.

Auslöser von Rihannas Ärger war eine von Snapchat geschaltete Werbung für ein Handyspiel namens «Would You Rather», übersetzt: «Würdest du eher». Auf dem Bild ist Rihannas Konterfei mit dem Untertitel «Rihanna schlagen» und jenes von Chris Brown mit den Worten «Chris Brown boxen» versehen.

«Schämt euch»

Die Werbung spielt auf die Gewalt an, die Rihanna vor wenigen Jahren von ihrem damaligen Partner Chris Brown erfahren hatte. Der Sänger wurde 2009 wegen Körperverletzung und Bedrohung zu 180 Tagen gemeinnütziger Arbeit und fünf Jahren Bewährungsstrafe verurteilt.

Über Instagram-Stories hat die 30-Jährige ihre Fans zum Löschen der Snapchat-App aufgerufen. Sie würde es gerne Ignoranz nennen, wisse aber, dass Snapchat nicht so dumm sei. «Ihr habt Geld ausgegeben, um etwas designen zu lassen, das vorsätzlich Opfern von häuslicher Gewalt Schande bereitet, um dann einen Witz daraus zu machen.»

Es gehe ihr bei der Sache nicht um ihre persönlichen Gefühle. Aber das Unternehmen habe all die Frauen, Kinder und Männer enttäuscht, die Opfer häuslicher Gewalt wurden. «Schämt euch.»

Via Anwalt hat auch Chris Brown auf die umstrittene Werbung geantwortet. «Wer auch immer das bei Snapchat veröffentlicht hat, gehört geschlagen», zitiert ihn «E! Online».

Aufruf liess Aktienkurs sinken

Das Unternehmen hat die Werbung gelöscht und sich für den Vorfall entschuldigt. «Die Werbung wurde versehentlich aufgeschalten und verstösst gegen unsere Werberichtlinien,» so eine Snapchat-Sprecherin am Donnerstag. «Wir haben diese Anzeige am vergangenen Wochenende sofort entfernt, als wir die Sache bemerkten. Es tut uns leid, dass dies passiert ist.» Eine interne Untersuchung sei eingeleitet worden.

Die Kritik an Snapchat in den sozialen Medien folgte prompt. Mehrere User haben auf Twitter Rihanna geantwortet, dass sie die App löschen werden. Die Snapchat-Aktie fiel nur kurze Zeit nach der Veröffentlichung des Eintrags von Rihanna um 4,7 Prozent.

Bereits im Februar ist der Börsenwert von Snapchat zwischenzeitlich um 1,3 Milliarden Dollar gesunken, als der Reality-TV-Star Kylie Jenner über Twitter vermeldete, die App wegen des neuen Designs nicht mehr zu nutzen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch