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«Roman Polanski ist für uns nicht irgendwer»

Frankreichs Aussenminister Bernard Kouchner macht in der Affäre Polanski Druck auf die Schweiz.

In der Affäre Polanski fordert Frankreich die Schweiz zum Handeln auf: Es sei an der Schweiz, die Auslieferung von Filmemacher Roman Polanski an die USA zu verhindern, sagte der französische Aussenminister Bernard Kouchner am Donnerstag dem Radio «RTL».

Die französische Diplomatie habe trotz wiederholten Interventionen keinen Erfolg gehabt. «Wir haben seit langem versucht, unseren amerikanischen Kollegen klar zu machen, dass Roman Polanski für uns nicht irgendwer ist und dass wir bestürzt sind», hielt Kouchner fest.

In einer kürzlich veröffentlichten Erklärung hatte sich der in seinem Chalet in Gstaad BE unter Hausarrest stehende Polanski erstmals seit seiner Verhaftung zu Wort gemeldet: Das amerikanische Auslieferungsgesuch beruhe auf einer Lüge, schrieb Polanski in einer Erklärung an verschiedene Medien.

42 Tage im kalifornischen Gefängnis

Seine Inhaftierung im Jahr 1977 für 42 Tage im kalifornischen Gefängnis von Chino habe der Strafe entsprochen, zu welcher er hätte verurteilt werden sollen und die er folglich bereits verbüsst habe. Er hoffe, dass die Schweiz einsehe, dass es keinen Grund für seine Auslieferung gebe, hielt Polanski fest.

Dem in Polen geborenen Filmemacher wird vorgeworfen, 1977 eine 13- Jährige in der Villa von Hollywoodstar Jack Nicholson mit Drogen gefügig gemacht und dann mit ihr Sex gehabt zu haben. Polanski bekannte sich damals schuldig. Am Tag vor der offiziellen Strafverkündung floh er aber nach Frankreich.

Seit Dezember mit Fussfessel

Am 26. September 2009 wurde er aufgrund eines US-Haftbefehls bei der Einreise in die Schweiz verhaftet. Gegen Bezahlung einer Kaution und unter Einhaltung weiterer Auflagen wurde er Anfang Dezember mit einer Fussfessel versehen. Seither ist er in seinem Chalet in Gstaad BE unter Hausarrest.

SDA/jak

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