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Russische Rentnerkillerin mit perfidem Plan

In der russischen Kleinstadt Krasnoufimsk wurden innerhalb von acht Jahren 17 Rentnerinnen ermordet. Dabei stellte die 40-jährige Täterin ihren Opfern eine immergleiche, äusserst perfide Falle.

Serienmörderin: Irina Gaidamachuk nach ihrer Verurteilung. (4. Juni 2012)
Serienmörderin: Irina Gaidamachuk nach ihrer Verurteilung. (4. Juni 2012)

Jahrelang lebten ältere Frauen in Krasnoufimsk in Angst und Schrecken. Zwischen 2002 und 2010 wurden in der russischen Kleinstadt 17 Rentnerinnen ermordet. Die Opfer waren alle zwischen 60 und 90 Jahre alt.

Doch nun kann die Altersgemeinde in Krasnoufimsk aufatmen. Das Gericht im benachbarten Jekaterinburg hat der erschreckenden Mordserie ein definitives Ende gesetzt und die Täterin Irina Gaidamachuk zu 20 Jahren Haft verurteilt. Ein Strafmass, das in Russland lebenslänglich bedeutet.

Morde nach dem immer gleichen Muster

Die 40-jährige Mutter ging bei ihren Taten stets nach dem gleichen Muster vor. Wie das russische Onlineportal Gazeta.ru berichtet, suchte die Frau gezielt alte und allein lebende Opfer auf. Dabei machte sie sich Informationen aus der direkten Nachbarschaft zunutze, um mehr über den Gesundheitszustand der Frauen zu erfahren.

Konnte Gaidamachuk annehmen, dass die Rentnerinnen nicht mehr allzu lange zu leben hatten, gab sie sich als Mitarbeiterin eines Sozialamtes aus und vereinbarte mit den Frauen einen Besuchstermin. Wenn die alten Damen ihr Einlass in die Wohnungen gewährte, tötete sie diese mit Hammerschlägen auf den Kopf. Darauf beraubte Gaidamachuk die Opfer ihrer Ersparnisse. Sie tötete gezielt alte Damen, weil sie davon ausging, dass diese stets Geld für ihre Beerdigung beiseite gelegt hätten.

Dreistes Verhalten wurde ihr zum Verhängnis

Im Jahr 2010 – so berichtet Gazeta.ru – beging die Täterin einen fatalen Fehler. Sie habe die Wohnung eines ihrer Opfer renoviert, konnte jedoch weder einen Ausweis noch einen Job vorweisen. Die eingeschaltete Polizei konnte die Täterin schliesslich überführen, weil ihr Aufgrund früherer Hinweise auf die Täterin ein ungefährer Personenbeschrieb vorlag.

Spuren hinterliess Gaidamachuk auch an den Tatorten. Die Aussenmauern der jeweiligen Häuser habe sie mit einer Nummer versehen – für jedes Opfer eine Zahl. Die Mörderin wurde nun auf allfällige psychische Probleme getestet. Die Ärzte attestierten ihr jedoch eine volle Zurechnungsfähigkeit.

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