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Sandsturm aus Sahara legt Flugverkehr auf Kanaren lahm

Nach ersten Flugausfällen am Samstag auf Gran Canaria und Teneriffa wurden am Sonntag alle acht Flughäfen der Inselgruppe geschlossen.

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Auf Gran Canaria und Teneriffa konnten am Samstag zahlreiche Flugzeuge nicht starten und landen. Video: AP

Ein Sandsturm aus der Sahara hat am Wochenende den Flugverkehr auf den Kanarischen Inseln lahmgelegt. Nach ersten Flugausfällen am Samstag auf Gran Canaria und Teneriffa wurden am Sonntag alle acht Flughäfen der spanischen Inselgruppe wegen schlechter Sichtverhältnisse geschlossen.

In der Luft hing feiner Wüstensand aus der Sahara, der von starkem Wind auf die Kanaren vor der Küste Marokkos geblasen wurde.

Bereits am Samstag hatten auf dem Flughafen von Gran Canaria vorübergehend keine Flüge mehr landen oder starten können. Auch auf den beiden Flughäfen von Teneriffa konnten keine Flugzeuge mehr starten. Insgesamt seien rund 280 Flüge gestrichen oder umgeleitet worden, sagte eine Sprecherin des spanischen Flughafenbetreibers Aena. Am Sonntagmorgen wurde der Flugverkehr dann zunächst wieder aufgenommen. Weil sich die Wetterbedingungen dann aber wieder massiv verschlechterten, wurden alle acht Flughäfen auf den Kanaren geschlossen.

«Die Sicht ist sehr schlecht», sagte die Aena-Sprecherin. «Die Flugzeuge, die auf den Inseln landen sollten, wurden auf das spanische Festland umgeleitet.» Wie viele Flüge insgesamt betroffen waren, konnte sie zunächst nicht sagen.

In andere Länder umgeleitet

Einige Flüge wurden nach Angaben des Flughafenbetreibers auch auf die Kapverdischen Inseln, nach Marokko, Mauretanien und Portugal umgeleitet. Spaniens Verkehrsminister José Luis Abalos bedankte sich für die «Solidarität» dieser Länder. Örtliche Experten könnten sich nicht «an so schlechtes Wetter für den Luftverkehr auf den Kanaren» erinnern, schrieb er im Onlinedienst Twitter.

Der spanische Wetterdienst registrierte in der Nacht zum Sonntag Sturmböen von bis zu 160 Stundenkilometern auf den Kanarischen Inseln, die vor der marokkanischen Küste im Atlantik liegen. Die norwegische Reederei Fred. Olsen & Co. stellte am Sonntag ihren Fährbetrieb zwischen den Inseln Fuerteventura und Lanzarote sowie zwischen San Sebastián und Valle Gran Rey auf der Insel La Gomera vorerst ein.

Der Sturm beeinträchtige auch Löscharbeiten auf Gran Canaria. In der Nähe des Dorfs Tasarte im Südwesten der Insel war am Samstag ein Feuer ausgebrochen. Wegen des starken Winds konnten am Sonntag keine Löschflugzeuge starten. Der Brand hat nach Angaben der Regionalregierung der Kanaren schon rund 300 Hektar Land zerstört, rund 500 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.

(SDA)

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