Saudi blochte mit 101 km/h innerorts an Berner Schule vorbei

101 km/h pro Stunde statt der erlaubten 50: Ein Saudi-Araber raste durch Leissigen – und wurde erst an der Grenze gestoppt.

Viel zu schnell: Ein saudi-arabischer Lenker muss mit einer Anklage der Berner Justiz rechnen. (Archiv/Symbolbild)

Viel zu schnell: Ein saudi-arabischer Lenker muss mit einer Anklage der Berner Justiz rechnen. (Archiv/Symbolbild) Bild: Keystone

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Er war schnell unterwegs. Viel zu schnell. Ein Raser passierte am Dienstagnachmittag eine Messstelle der Kantonspolizei Bern im Bereich der Schule Leissigen mit 101 km/h nach Abzug der gesetzlichen Toleranz.

Erlaubt sind auf dem betreffenden Strassenabschnitt im Innerortsbereich maximal 50 km/h. Das Auto wurde einen Tag später am Grenzübergang Weil am Rhein gestoppt, der Lenker befragt. Der saudische Staatsbürger gestand, das Auto in Leissigen gefahren zu haben. Er wird sich nun wegen seiner Raserfahrt vor der Justiz verantworten müssen.

Wie die Kantonspolizei Bern auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnet erklärte, handelte es sich beim Auto um einen Mietwagen. Der fehlbahre Lenker wird angezeigt und muss mit einer Anklage der Staatsanwaltschaft rechnen. Das Gericht wird später das Strafmass gegen den Lenker verkünden. Man kann davon ausgehen, dass der Verkehrssünder wegen des Raserdeliktes mindestens mit einem Jahr Freiheitsstrafe rechnen muss.

Beliebtes Gebiet

Die Ferienregion Interlaken ist bei Touristen aus dem arabischen Raum beliebt. Immer wieder kommt es aber im Strassenverkehr zu Zwischenfällen mit Autofahrern, die mit den hiesigen Verkehrsregeln nicht vertraut sind.

So sind sich arabische Gäste meistens Parkgebühren nicht gewöhnt. Verschiedentlich schon blieben Mietautos von Touristen im steilen Treppenschacht der Bahnhofsunterführung in Interlaken West stecken. Die Gäste hielten den Abgang zur Bahnhofunterführung für eine Parkhauseinfahrt. Auch Vortrittsrechte oder Geschwindigkeitslimiten werden mitunter sehr locker ausgelegt.

18-jähriger Raser in Freiburg

Bei Bouloz im Süden des Kantons Freiburg ist am Mittwoch ein Automobilist mit Tempo 142 in eine Geschwindigkeitskontrolle geraten. Die Polizei blitzte ihn auf einer Strasse, wo Höchstgeschwindigkeit 80 gilt.

Der 18-jährige verfügt laut einer Mitteilung der Freiburger Kantonspolizei erst seit Kurzem über einen Führerausweis. Diesen ist der junge Mann nun wieder los. Ausserdem wird er sich gemäss den Bestimmungen über Raserdelikte vor der Justiz verantworten müssen. Der Mann war in einem Auto unterwegs, das nicht ihm gehörte. (nlu/fal/amf/sda)

Erstellt: 17.08.2018, 15:44 Uhr

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