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Schauspielerin bekennt sich wegen Rizin-Briefen schuldig

Sie sandte im Juni US-Präsident Barack Obama und zwei weiteren Politikern vergiftete Post. Zuerst beschuldigte Shannon Guess Richardson ihren Mann, bevor sie nun vor Gericht gestand.

Ihr droht lebenslange Haft: Die US-Schauspielerin Shannon Guess Richardson wird aus dem Gericht geführt. (10. Dezember 2013)
Ihr droht lebenslange Haft: Die US-Schauspielerin Shannon Guess Richardson wird aus dem Gericht geführt. (10. Dezember 2013)
Keystone

Eine US-Schauspielerin hat gestanden, mit dem tödlichen Gift Rizin verseuchte Briefe an US-Präsident Barack Obama und zwei andere US-Politiker verschickt zu haben. Shannon Guess Richardson habe sich bei einer Gerichtsanhörung des Gebrauchs biologischer Waffen schuldig bekannt, erklärte die Staatsanwaltschaft von Texas am Dienstag. Der 36-Jährigen drohe bei einem Schuldspruch lebenslange Haft.

Die Frau war im Juni festgenommen worden, nachdem sie mit Rizin präparierte Briefe an Obama, den New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg sowie einen Aktivisten für schärfere Waffengesetze geschickt hatte. Die Drohbriefe mit Spuren des hochgefährlichen Gifts Rizin an Obama und Bloomberg wurden im Mai abgefangen. Rizin lähmt die Atemwege und kann bei Verschlucken bereits in kleinsten Dosen tödlich wirken.

In dem mit Schreibmaschine getippten Brief voller Rechtschreibfehler an Bloomberg hiess es unter anderem: «Ihr werdet mich und meine Familie töten müssen, bevor ihr meine Waffen bekommt. Jedem, der zu meinem Haus will, wird ins Gesicht geschossen. (...) Was in diesem Brief ist, ist nichts im Vergleich zu dem, was ich für euch plane.»

Die Waffendebatte in den USA war durch den Amoklauf an einer Grundschule in der Stadt Newtown im östlichen Bundesstaat Connecticut vor einem Jahr neu angeheizt worden. Damals wurden 20 Kinder und sechs Erwachsene erschossen. Bemühungen um eine Reform des Waffenrechtes im Kongress scheiterten bislang.

(AFP)

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