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Schüsse in US-Nachtclub – Ein Toter und 15 Verletzte

Ein Unbekannter hat in einem Club in Cincinnati im US-Staat Ohio das Feuer eröffnet. Von dem Schützen fehlt bislang jede Spur.

Einsatzfahrzeuge der Gerichtsmedizin vor dem Club Cameo in Cincinnati. (26. März 2017)
Einsatzfahrzeuge der Gerichtsmedizin vor dem Club Cameo in Cincinnati. (26. März 2017)
AP Photo/John Minchillo
Ein Toter und mehr als ein Dutzend Verletzte: Die Polizei vor dem Nachtclub Cameo in Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio. (26. März 2017)
Ein Toter und mehr als ein Dutzend Verletzte: Die Polizei vor dem Nachtclub Cameo in Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio. (26. März 2017)
AP Photo/John Minchillo
Der Tatort bei Tagesanbruch. (26. März 2017)
Der Tatort bei Tagesanbruch. (26. März 2017)
AP Photo/John Minchillo
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Bei einer Schiesserei in einem gut besuchten Nachtclub im US-Bundesstaat Ohio ist ein 27 Jahre alter Besucher getötet worden. 15 weitere wurden teils lebensgefährlich verletzt, als im Lokal Cameo in Cincinnati am frühen Sonntagmorgen gegen 01.30 Uhr Schüsse fielen.

Mehrere Männer seien in einen Streit geraten, und mehrere hätten geschossen, teilte Polizeichef Eliot Isaac auf einer Pressekonferenz mit. Zeitweise waren Ermittler von nur einem Schützen ausgegangen. Das Motiv war unbekannt, Festnahmen gab es zunächst nicht.

Es gebe keine Hinweise darauf, dass die Tat einen terroristischen Hintergrund habe, teilte die Polizei weiter mit. In dem Club sei es allerdings schon zuvor zu Waffengewalt gekommen. Trotz Kontrollen seien die Waffen in das Innere des Clubs hineingeschmuggelt worden, hiess es.

Viele ergriffen die Flucht

«Als die Schüsse fielen, gab es offensichtlich sehr viel Chaos», sagte Polizistin Kim Williams. Samstagabends seien die Besucher des Clubs immer relativ jung, es habe bereits mehrere Vorfälle gegeben – aber dieser sei bei Weitem der Schlimmste. Das Problem sei, dass viele die Flucht ergriffen hätten und erst wieder ausfindig gemacht werden müssten, so Williams. Ob die Überwachungskameras funktioniert hätten, werde noch geprüft.

Der Besitzer des Nachtclubs, Jay Rodgers, nannte den Vorfall in einer Mitteilung von Sonntagabend «sinnlos». Es werde alles Mögliche getan, um «sicherzustellen, dass die Monster, die das getan haben, gefasst und der Justiz zugeführt werden», schrieb Rodgers. Der Club bleibe geschlossen bis die Ermittlungen abgeschlossen seien.

Auf erste Spekulationen zu Verbindungen zu Terrorismus sagte Bürgermeister John Cranley: «Welchen Unterschied macht das für die Opfer? Unschuldige Menschen wurden angeschossen.» Dies sei nicht zu akzeptieren und die Behörden würden Wege finden, diese Gewalt künftig zu verhindern.

Der Gouverneur von Ohio, John Kasich, teilte seine Bestürzung via Twitter mit. Er bot Hilfe des Staates an.

Eine der verletzten Personen befinde sich in «extrem kritischem Zustand», sagte Polizeichef Isaac. Eine Sprecherin eines Krankenhauses sagte, zwei Verletzte schwebten in Lebensgefahr, ohne Details zu nennen. Einige der Verletzten seien selbst ins Krankenhaus gefahren, um sich behandeln zu lassen, berichteten US-Medien. Von den 15 Patienten konnten erste mittlerweile wieder nach Hause entlassen werden.

Clubgänger Mauricio Thompson sagte, mindestens 20 Schüsse seien gefallen. «Als ich (aus dem Club) rauskam, sah ich blutüberströmte Menschen, mit Schusswunden, manche von ihnen trugen Freunde zum Auto und rasten ins Krankenhaus», sagte er dem Fernsehsender WCPO-TV. «Es war verrückt.»

Der Club liegt in einem Industriegelände, auf dem es auch eine ganze Reihe Lokale gibt. Laut Facebook-Eintrag des Clubs finden im «Cameo» samstags «erwachsene und sexy Nächte» für ein Publikum von 21 Jahren und älter statt. In dem Club war es an Neujahr 2015 zu einer Schiesserei gekommen. Im September 2016 fielen laut Stadtverwaltung Schüsse auf dem Parkplatz.

SDA/jdr/chk

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