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Giftige Schlammlawine tötet 17 Menschen

In der Nähe einer Eisenerzmine in Brasilien kam es zu einem Dammbruch. Der giftige Schlamm begrub ein Dorf unter sich. Noch werden viele Personen vermisst.

Rettungsteams suchen nach Überlebenden und Toten: Überschwemmtes Dorf im Südosten Brasiliens.
Rettungsteams suchen nach Überlebenden und Toten: Überschwemmtes Dorf im Südosten Brasiliens.
Keystone
Ein Abwasserbecken mit giftigen Abfällen soll gebrochen sein. (5. November 2015)
Ein Abwasserbecken mit giftigen Abfällen soll gebrochen sein. (5. November 2015)
Keystone
Nicht alle Menschen konnten sich in Sicherheit bringen. (5. November 2015)
Nicht alle Menschen konnten sich in Sicherheit bringen. (5. November 2015)
Douglas Magno, AFP
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Nach einem Dammbruch ist im Südosten Brasiliens eine giftige Schlammlawine in ein Dorf geströmt und hat dort mindestens 17 Menschen in den Tod gerissen. Wie die Feuerwehr mitteilte, wurden bei dem Unglück mindestens 50 weitere Menschen verletzt.

Demnach brach aus zunächst ungeklärter Ursache ein Abwasserbecken mit giftigen Abfällen der Bergbaufrima Samarco. Der Chef einer örtlichen Gewerkschaft, Ronaldo Bento, sagte, durch den Dammbruch habe sich eine giftige Schlammlawine über 20 Kilometer in ein Tal ergossen. Dabei erreichte sie das 600 Einwohner zählende Dorf Bento Rodrigues und begrub zahlreiche Häuser unter sich.

Häuser versinken im Schlamm

Der Fernsehsender Globo zeigte Aufnahmen vom Unglücksort; die Häuser waren teils bis zum Dach im roten Schlamm versunken.

Rettungsteams suchten nach Überlebenden und Toten. In der Nähe wohnende Menschen wurden aufgefordert, sich in höher gelegene Gebiete zu begeben. Rund 400 Menschen leben in der Gemeinde Bento Rodrigues, die rund sieben Kilometer unterhalb des Dammes liegt.

Fahrzeuge umgeworfen

Wie auf Fernsehbildern des Senders Globo TV zu sehen war, ist das Gebiet überflutet mit Wasser und rotem Matsch. Grosse Fahrzeuge wurden umgeworfen, Häuser überschwemmt.

Offiziellen Angaben zufolge wurde der Damm gebaut, um Bergwerke vor Wasser und Reststoffen von Bergbauarbeiten zu schützen – ein Gemisch, das häufig toxisch sein kann. Die Betreiberfirma Samarco konnte zunächst nicht sagen, ob es Opfer gegeben habe und was der Grund für den Dammbruch gewesen sei.

AP/AFP/chk

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