Zum Hauptinhalt springen

«Die Flocken fallen dann bis ganz hinunter»

Am Freitag hatte eine Schneefront für Chaos in der Romandie gesorgt. Am Samstag zeigte sich die Sonne. Aber nur ganz kurz.

Wintereinbruch in der Romandie: Schneepflug auf einer Strasse bei Châtel-St-Denis. (12. Februar 2016)
Wintereinbruch in der Romandie: Schneepflug auf einer Strasse bei Châtel-St-Denis. (12. Februar 2016)
Cyril Zingaro, Keystone
Zahlreiche Strassenabschnitte mussten wegen Unfällen gesperrt werden. Ein Mann montiert in der Nähe von Vevey Schneeketten.  (12. Februar 2016)
Zahlreiche Strassenabschnitte mussten wegen Unfällen gesperrt werden. Ein Mann montiert in der Nähe von Vevey Schneeketten. (12. Februar 2016)
Cyril Zingaro, Keystone
Schneetreiben am Flughafen in Genf.  (Bild: Leser-Reporter 20 Minuten, 12. Februar 2016)
Schneetreiben am Flughafen in Genf. (Bild: Leser-Reporter 20 Minuten, 12. Februar 2016)
1 / 8

Am Samstag gab es vielerorts blauen Himmel zu sehen, im Verlauf des Nachmittags fing es im Mittelland aber wieder zu regnen an. «Die Schneefallgrenze liegt bei rund 1000 Metern», sagte Moritz Gubler von Meteonews auf Anfrage von Redaktion Tamedia.

Am Freitag hatte eine Wetterfront viel Schnee über der Westschweiz abgeworfen. Auf ihrem Weg weiter nach Osten stieg die Schneefallgrenze aber kontinuierlich an. An den meisten Orten fiel dann Regen. Die Grenze zwischen Schnee und Regen lag laut Moritz Gubler von Meteonews irgendwo im Aargau.

Regen und ein bisschen Schnee

Heute erreicht uns die nächste Front, am Sonntag fällt verbreitet Regen, die Schneefallgrenze liegt bei rund 800 bis 1000 Metern, örtlich kann es auch tiefer hinab schneien. Die Temperatur liegt in den Niederungen bei rund 6 Grad. Danach wird es kühler.

Am Montag wird es auf 500 bis 800 Meter schneien, «Schauer fallen aber nur vereinzelt», sagt Meteorologe Gubler. In der Nacht auf Dienstag werde es noch kälter. «Die Flocken fallen dann bis ganz hinunter.» Ob es am Dienstag auch für eine dünne Schneedecke reicht, sei aber noch unklar. In der zweiten Wochenhälfte steigen dann die Chancen auf Sonnenschein wieder.

Nassschnee legt Verkehr in der Romandie lahm

Ein Wintereinbruch machte am Freitag den Autofahrern in der Romandie zu schaffen. Laut Moritz Gubler von Meteonews fielen 10 bis 30 Zentimeter Schnee. Dieser sei jedoch sehr feucht gewesen und habe sich meist schnell in Matsch verwandelt.

Olivier Rochat, Mediensprecher der Waadtländer Polizei, sagte der Nachrichtenagentur sda: «Die Verkehrslage ist chaotisch». Zahlreiche Strassenabschnitte mussten wegen Unfällen gesperrt werden. So etwa die Autobahn A9 zwischen Orbe und Vallorbe. Dort standen Lastwagen quer. Bei den meisten Unfällen blieb es bei Blechschäden, wie Rochat festhielt.

Nach einem Unfall bei der Verzweigung Le Vengeron GE stauten sich auf der A1 die Autos auf zwölf Kilometern bis zum Grenzübergang Bardonnex. Auch auf dem rund 70 Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen Vevey VD und Genf gab es verschiedentlich Staus, wie der Verkehrsinformationsdienst viasuisse mitteilte.

Verkehrsbehinderungen auch im Seeland

In Freiburg musste die A12 zwischen La Veyre und Châtel-St-Denis vorübergehend gesperrt werden. Auch im Seeland und in der Region Bern-Freiburg führte der Schneefall zu Verkehrsbehinderungen. Verschiedentlich gab es auch Unfälle. Ob diese aber auf die Witterung zurückzuführen sind, war laut viasuisse unklar.

Frau unverletzt aus Lawine im Wallis geborgen

Eine Skifahrerin ist am Samstag in Les Crosets im Kanton Wallis von einer Lawine mitgerissen worden. Sie hatte Glück im Unglück: Die Rettungskräfte konnten die Frau unverletzt bergen.

Die Frau war zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern trotz Lawinengefahr ausserhalb der markierten Pisten unterwegs gewesen, wie die Walliser Kantonspolizei mitteilte. Gegen 13 Uhr löste sich in der Region Chaupalin eine rund 30 Meter breite Lawine und verschüttete die Mutter. Die Rettungskräfte konnten die Frau in weniger als 20 Minuten orten und bergen. Die Frau blieb unverletzt.

SDA/ij

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch