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24-Jähriger erschiesst bei Game-Event zwei Menschen

Bei einer Schiesserei in Jacksonville im US-Staat Florida sind mit dem Schützen drei Menschen ums Leben gekommen. Elf Personen wurden verletzt.

anf/oli/chk
Amoklauf an Spiel-Event in Florida: In Jacksonville gab es Tote und Verletzte. (AP/Tamedia)

Ein Mann hat bei einem Videospiel-Turnier im US-Staat Florida das Feuer eröffnet und zwei Menschen getötet. Auch der mutmassliche Schütze selbst ist tot, wie die Polizei der Stadt Jacksonville mitteilte. Der Mann habe sich erschossen, sagte Sheriff Mike Williams.

Die Ermittler vermuten, dass es sich bei ihm um einen 24-jährigen Weissen aus der rund 1000 Kilometer entfernt gelegenen Stadt Baltimore handelt. Er sei wegen des Turniers in Jacksonville gewesen, sagte Williams. Das Motiv war zunächst unklar. Weitere Verdächtige gab es demnach nicht.

Die Tat ereignete sich in einem Einkaufs- und Vergnügungszentrum im Zentrum von Jacksonville. Der Mann eröffnete das Feuer während eines «Madden 19»-Turniers, dabei messen sich Videospieler virtuell in einem American-Football-Spiel. Auf einem Video, das von dem Wettbewerb stammen soll, hört man im Hintergrund Schüsse und Schreie.

Ein Dutzend Verletzte

Elf Menschen wurden bei dem Vorfall verletzt: Neun von ihnen wurden von Schüssen getroffen, zwei weitere Personen zogen sich Verletzungen zu, als sie flüchteten.

Ein Vertreter eines professionellen Videospiel-Teams erklärte, einer seiner Spieler sei bei dem Turnier in Jacksonville gewesen, zum Glück aber nur leicht verletzt worden.

Bilder: Amoklauf in Jacksonville

Schiesserei bei Videospiel-Turnier in Florida: Die Polizei sichert den Tatort ab. (26. August 2018)
Schiesserei bei Videospiel-Turnier in Florida: Die Polizei sichert den Tatort ab. (26. August 2018)
Will Dickey, Keystone
Der Sheriff Mike Williams informiert die Medien über die Schiesserei. (26. August 2018)
Der Sheriff Mike Williams informiert die Medien über die Schiesserei. (26. August 2018)
Will Dickey, Keystone
Beim mutmasslichen Täter soll es sich um einen 24-jährigen Weissen aus Baltimore handeln. (26. August 2018)
Beim mutmasslichen Täter soll es sich um einen 24-jährigen Weissen aus Baltimore handeln. (26. August 2018)
John Raoux, Keystone
Die Gebiet um das betroffene Einkaufs- und Vergnügungszentrum in Jacksonville wird grossräumig abgeriegelt. (26. August 2018)
Die Gebiet um das betroffene Einkaufs- und Vergnügungszentrum in Jacksonville wird grossräumig abgeriegelt. (26. August 2018)
Will Dickey, Keystone
Ein Mann eröffnet während eines «Madden 19»-Turniers das Feuer. (26. August 2018)
Ein Mann eröffnet während eines «Madden 19»-Turniers das Feuer. (26. August 2018)
WJXT TV, AFP
Beim Verdächtigen soll es sich um einen Einzeltäter handeln.(26. August 2018)
Beim Verdächtigen soll es sich um einen Einzeltäter handeln.(26. August 2018)
AP/Laura Heald, Keystone
Das Büro des Sheriffs spricht auf Twitter von «mehreren Todesopfern». (26. August 2018)
Das Büro des Sheriffs spricht auf Twitter von «mehreren Todesopfern». (26. August 2018)
AP/Laura Heald, Keystone
Zwei Verletzte sind selbst ins Spital gegangen. (26. August 2018)
Zwei Verletzte sind selbst ins Spital gegangen. (26. August 2018)
AP/Laura Heald, Keystone
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Das Einkaufs- und Vergnügungszentrum mit dem Namen The Landing befindet sich im Zentrum der Stadt am St. Johns Fluss. Dazu gehören laut Webseite zahlreiche Restaurants und eine Shoppingmall. Jacksonville liegt im Norden Floridas und hat rund 880'000 Einwohner.

Noch keine Stellungnahme des Weissen Hauses

Der Bundesstaat war am 14. Februar Schauplatz eines Blutbades mit 17 Toten. An der Marjory Stoneman Douglas Highschool in Parkland erschoss ein 19-Jähriger damals 14 Jugendliche und 3 Erwachsene. Nach der Tat kam es landesweit zu zahlreichen Demonstrationen. Präsident Donald Trump stellte nach dem Massaker eine Verschärfung der Waffengesetze in Aussicht, rückte aber später wieder davon ab. Dafür wurde er scharf kritisiert.

Der Präsident wurde am Sonntag über den tödlichen Vorfall in Jacksonville unterrichtet, wie seine Sprecherin Sarah Sanders mitteilte. Eine Reaktion von Trump gab es zunächst nicht.

Das Videospiel-Turnier war Teil einer Meisterschaft des Spieleherstellers Electronic Arts. Dieser hat auf Twitter reagiert. Man sei mit den Behörden in Kontakt, um mehr Fakten zu sammlen. Es sei eine entsetzliche Situation.

(sda/afp)

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