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Schwarzwasserfee: «Ich darf doch so leben, wie ich will»

Die Frau, die seit Jahren in der Baracke bei der alten Schwarzwasserbrücke im Kanton Bern lebt, ist zufrieden mit ihrem Dasein. Es stört sie aber, dass andere sie nicht so leben lassen wollen.

Die «Schwarzwassergrabenfee» vor ihrer Behausung in Mittelhäusern.
Die «Schwarzwassergrabenfee» vor ihrer Behausung in Mittelhäusern.
Urs Baumann

Die Frau, die seit Jahren in der Baracke bei der alten Schwarzwasserbrücke lebt, ist zufrieden mit ihrem Dasein. Es stört sie aber, dass andere sie nicht so leben lassen wollen. «Ich tue niemandem etwas zuleide», findet sie.

Einladend öffnet die Frau* die Tür zu ihrem Häuschen. «Klar stinkt es hier drin», sagt sie. Aber das störe sie überhaupt nicht, zumal sie häufig lüfte. Drin hat sie jede Menge Dinge, Bilder an den Wänden, Puppen an der Decke, Stühle, jede Menge Plastiktüten. «So lebe ich hier – und ich mache es gerne», sagt die Frau. Der kleine Holzverschlag neben der alten Schwarzwasserbrücke dient ihr als Unterkunft, eigentlich lebt sie in der Natur. Unter den Bäumen, gleich neben dem Flüsschen fühlt sie sich wohl. Einsam ist sie nicht. Und wenn es doch einmal zu still sein sollte, hat sie ihr Handy. Damit schreibt sie SMS an ihre Freunde oder telefoniert mit ihnen. Das Telefon hat sie angeschafft, weil sie sich bedroht fühlte: «So kann ich auch die Polizei rufen, wenn mich in der Nacht Leute belästigen.»

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