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Schweine auf Bauland für Moschee vergraben

Auf dem Gelände einer geplanten Moschee im solothurnischen Grenchen haben Unbekannte ein totes Schwein und vier Schweineköpfe vergraben. Stadtpräsident Boris Banga verurteilte die Tat.

So berichtet das «Grenchner Tagblatt» Online: Polizisten beim Gelände, wo die Moschee in Grenchen gebaut werden soll. (Screenschot: «Grenchner Tagblatt»)
So berichtet das «Grenchner Tagblatt» Online: Polizisten beim Gelände, wo die Moschee in Grenchen gebaut werden soll. (Screenschot: «Grenchner Tagblatt»)

Regionale Medien schalteten die Polizei ein, nachdem sie heute ein anonymes Schreiben mit Foto erhalten hatten. Im Schreiben hiess es, dass auf dem Bauland für die Moschee in Grenchen ein totes Schwein und vier Schweineköpfe vergraben worden seien.

Nach einem Augenschein bestätigte die Solothurner Kantonspolizei den Sachverhalt und leitete Ermittlungen ein. Der Fall werde vorläufig als illegale Entsorgung von Tierabfällen behandelt, sagte Bruno Gribi, Mediensprecher der Kantonspolizei, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die Polizei schliesse aufgrund des Bekennerschreibens einen politischen Hintergrund nicht aus. Der Text der Unbekannten, welcher auch der sda vorliegt, macht deutlich, dass sich die Tat gegen die geplante Moschee richtet.

«Entsetzlich und abscheulich»

Der Grenchner Stadtpräsident Boris Banga bezeichnete den Akt gegenüber dem Lokalsender Radio 32 als «entsetzlich und abscheulich». Er verurteile solche Handlungen.

Der umstrittene Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS) verurteilte in einer Medienmitteilung «die Schändung des Moschee-Baulandes aufs Schärfste». Mit der Tat sei eine Grenze überschritten worden. Der Vorfall müsse lückenlos aufgeklärt werden.

Kulturzentrum mit Moschee

Auf dem Gelände im Industriegebiet will der örtliche Verein Albanisch-Islamische Glaubensgemeinschaft (AIG) ein zweistöckiges Kulturzentrum mit einer Moschee bauen. Die AIG verfügt über eine rechtskräftige Baubewilligung. Nach einem Beschwerdeentscheid des Kantons ist der geplante Bau des Gebetshauses zonenkonform.

Das Land hatte einem Kommunalpolitiker der SVP gehört. Der Immobilienbesitzer veräusserte das Land im Sommer 2009 an einen Garagisten, der es an die Glaubensgemeinschaft weiterverkaufte. Der SVP-Politiker fühlte sich deswegen getäuscht. Das Amtsgericht Solothurn wies seine Klage jedoch ab.

SDA/rub

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