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Schweiz von Fluglotsenstreik in Frankreich betroffen

Durch einen Streik der Fluglotsen ist der Flugverkehr in Frankreich kräftig durcheinandergeraten. Von Flugausfällen sind auch Reisende aus der Schweiz betroffen.

Zahlreiche Ausfälle: Ein Mann sieht sich am Flughafen Nizza einen Bildschirm mit Angaben zu Flügen an. (8. April 2015)
Zahlreiche Ausfälle: Ein Mann sieht sich am Flughafen Nizza einen Bildschirm mit Angaben zu Flügen an. (8. April 2015)
Lionel Cironneau, Keystone

An den Flughäfen in Paris fielen heute wie angekündigt eine Reihe von Flügen wegen eines Streiks der Fluglotsen aus. Zudem gebe es «leichte Verspätungen», hiess es in Flughafenkreisen. Es kam aber nicht zu einem völligen Chaos, weil die Luftfahrtbehörde DGAC die Fluggesellschaften bereits am Dienstag aufgefordert hatte, wegen des Streiks vorsorglich 40 Prozent ihrer Flüge am Mittwoch zu streichen.

In Lyon, wo 32 Prozent der Flüge annulliert wurden, kam es zu Verspätungen von anderthalb Stunden bei den noch aufrechterhaltenen Flügen, wie ein Flughafensprecher mitteilte. Auch in Nizza, Marseille, Toulouse und Montpellier mussten viele Flüge gestrichen werden.

Flüge von Basel-Mülhausen, Genf und Zürich gestrichen

Am Flughafen Genf wurden 15 Hin- und Rückflüge annulliert: 14 nach Frankreich und einer nach Valencia, wie Aline Yazgi, Verantwortliche der Öffentlichkeitsarbeit des Genfer Flughafens gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte.

In Zürich wurden acht Hin- und Rückflüge gestrichen. Vier nach Paris Charles de Gaulle, zwei nach Lyon und zwei nach Nizza, wie Jasmin Bodmer, Sprecherin des Flughafen Zürich sagte. Zudem führe der Streik zu Verspätungen bei Flügen, die über den französischen Luftraum fliegen müssten. Bei Flügen von Genf oder Zürich seien bereits Verspätungen von bis zu zwei Stunden festgestellt worden.

Am binationalen EuroAirport Basel-Mülhausen (EAP) fielen die meisten Flüge von oder nach Frankreich aus. Auf dem Tagesflugplan waren am Mittwoch gar sämtliche Ankünfte aus französischen Abflugorten als «annulliert» gemeldet. Demnach fielen 15 Flüge aus Paris, Lyon, Marseille, Montpellier, Toulouse, Nizza, Bordeax und Ajaccio aus.

Bei den Abflügen gab es gemäss Tagesflugplan 13 Annullierungen. Drei Flüge nach Paris, Lyon und Bordeaux konnten den EAP mit Verspätung verlassen.

Am Donnerstag wird der Streik fortgesetzt. Die Luftfahrtbehörde DGAC hat laut Yazgi den Fluggesellschaften empfohlen, die Hälfte der Flüge zu streichen. Bisher kündigten die Airlines aber noch keine konkreten Massnahmen an. Die Passagiere sind aufgerufen, den Stand ihres Fluges auf der Internetseite der betreffenden Fluggesellschaft zu überprüfen.

Streit um Rentenalter

Frankreichs grösste Fluglotsengewerkschaft SNCTA hat für Mittwoch und Donnerstag zu einem Streik aufgerufen. Auch in den kommenden Wochen sind Aktionen geplant.

Die Gewerkschaft will über die Arbeitsbedingungen der Fluglotsen verhandeln. Dabei geht es unter anderem um das Alter, zu dem Fluglotsen in den Ruhestand gehen müssen. Dieses wurde im Zuge einer Reform von 57 auf 59 Jahre angehoben.

Ursprünglich hatten die Lotsen bereits im März die Arbeit niederlegen wollen. Nach dem Absturz des Germanwings-Airbus in den französischen Alpen mit 150 Toten verschoben sie den Streik aber.

SDA/rub

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