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Schweizer reisen lieber ins Ausland

Die Schweizer sind 2007 so viel gereist wie seit 15 Jahren nicht mehr. Kurzreisen, Luxusurlaube und Billigflüge liegen im Trend, Ausflüge in die Heimat nicht.

Neun von zehn Befragten unternahmen im letzten Jahr mindestens eine private Reise mit einer Übernachtung. Dies zeigt die neuste Studie «Reisemarkt Schweiz» der Universität St. Gallen. Am reisefreudigsten waren Städter, Personen in kleinen Haushalten und Gutverdienende. Grosse Familien reisten mangels Geld nur selten oder überhaupt nicht.

Es wird mehr geflogen

Am beliebtesten sind noch immer Reisen im eigenen Land. Die Schweiz hat allerdings bei den Reisenden Marktanteile verloren: Noch 39 Prozent der Reisen fanden innerhalb der Landesgrenzen statt. 1992 lag dieser Anteil noch bei satten 80, 2004 bei 68 Prozent. Die Schweizer flogen dafür häufiger in andere Länder Europas und nach Übersee.

Gemäss der Studie überrascht es nicht, dass die Reisen per Flugzeug gegenüber 2004 um 7 Prozent zunahmen. Dies sei eine Folge der verstärkten Präsenz von Billig-Airlines, heisst es. Gut ein Prozent Marktanteile gewann auch die Bahn.

Luxus gefragt

2007 könne als «materialistisches Reisejahr» charakterisiert werden, schreibt das St. Galler Universitäts-Institut. Im Trend lagen Reisen mit dem Ziel, sich verwöhnen zu lassen oder etwas Aussergewöhnliches zu erleben. Sinngebende Motive, wie Zeit für den Partner oder die Familie zu haben, verloren an Bedeutung.

Ungebremst war die wachsende Nachfrage nach Luxushotels: Ein Viertel aller Reisenden stiegen in Vier- und Fünfstern- Hotels ab. Zulegen konnten auch die Einstern-Hotels, während Mittelklasse-Hotels und Ferienwohnungen rückläufige Buchungen verzeichneten.

SDA/oku

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