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Schwere Erdbeben erschüttern China und Japan

Sowohl die chinesische Provinz Sichuan als auch die japanische Stadt Nagano sind von Erdbeben getroffen worden. Mindestens vier Menschen starben, mehrere wurden verletzt.

Risse in der Strasse: Die Folgen des Erdbebens in Zentraljapan.
Risse in der Strasse: Die Folgen des Erdbebens in Zentraljapan.
Liu Guoqian, Keystone

Zwei Erdbeben haben Ostasien erschüttert und dabei mehrere Menschen das Leben gekostet. Im Südwesten Chinas kamen nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua fünf Menschen ums Leben. Über 50 Menschen wurden verletzt.

Von 54 Verletzten befänden sich sechs in kritischem Zustand, teilten örtliche Behörden mit. Unter den Verletzten befanden sich 42 Grundschüler aus Tagong.

Der Erdstoss hatte am Samstag eine dünn besiedelte und abgelegene Region des Bezirks Kangding in der Provinz Sichuan erschüttert. Zur Stärke des Bebens gab es unterschiedliche Angaben. Während die chinesischen Behörden einen Wert von 6,3 vermeldeten, sprach die US-Erdbebenwarte USGS von 5,9.

Insgesamt waren knapp 80'000 Menschen von dem Beben betroffen. 25'000 Gebäude wurden beschädigt und 6200 Menschen zum Verlassen ihrer Häuser gezwungen. Nach Angaben der USGS bebte die Erde am Nachmittag im bergigen Bezirk Kangding. Das Zentrum habe rund 14 Kilometer unter der Erdoberfläche gelegen.

Im Mai 2008 hatte ein Erdbeben der Stärke 7,9 weite Teile von Sichuan verwüstet. Damals kamen mehr als 80'000 Menschen ums Leben.

Beben im Olympia-Gebiet

Im Zentrum Japans ereignete sich am Samstagabend ebenfalls ein Erdbeben. Nach Angaben der USGS erreichte es eine Stärke von 6,2. Das Zentrum lag demnach in einer bergigen Region der Präfektur Nagano nordwestlich der Hauptstadt Tokio in rund 10 Kilometern Tiefe.

Nach Angaben der Behörden wurden 39 Menschen durch den Erdstoss verletzt, sieben davon schwer. Mehrere Häuser seien zerstört worden und Wasserleitungen geborsten. Am grössten seien die Schäden in den Bergregionen gewesen, hiess es.

Im Skiort Hakuba, in dem einige Wettkämpfe der Olympischen Winterspiele des Jahres 1998 stattgefunden hatten, wurden nach Behördenangaben viele Häuser zerstört. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Jiji Press wurden 30 Menschen unter den Trümmern begraben, konnten aber gerettet werden. Der Wetterdienst warnte vor Nachbeben in den kommenden Tagen.

Offiziellen Angaben zufolge wurden die sieben Atomreaktoren des Kraftwerks von Kashiwazaki-Kariwa in der benachbarten Präfektur Niigata nicht beschädigt. Sie sind aber ohnehin seit dem Jahr 2011 abgeschaltet.

Im März 2011 hatte ein Erdbeben der Stärke 9,0 vor der Küste Japans einen Tsunami ausgelöst, der 18'000 Menschen in den Tod riss und in mehreren Reaktoren des Atomkraftwerks Fukushima zu einer Kernschmelze führte.

sda/AP/thu

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