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Scotland Yard erhält Hunderte Hinweise zu Maddie

Der emotionale Auftritt der Eltern und die detaillierte Darstellung der Polizei haben gewirkt: Nach dem TV-Aufruf im Fall Maddie erhielten die britischen Behörden zahlreiche Anrufe und E-Mails.

Madeleine «Maddie» McCann war drei Jahre alt, als sie im Mai 2007 aus der Ferienwohnung ihrer Eltern in Portugal verschwand. Der Fall löste weltweite Betroffenheit aus, nicht zuletzt, weil ihre Eltern, Kate und Gerry McCann, offensiv die Öffentlichkeit suchten und eine gross angelegte Suchkampagne starteten. Zwar haben zahlreiche Ermittllungen bisher das Verbrechen nicht aufklären können. Doch die Polizei hat den Fall nicht aufgegen. Diese Woche hat die Londoner Polizei neue Fahndungsbilder herausgegeben. Dieses zeigt einen Mann, der angeblich ein Kind im Schlafanzug von der Wohnung der McCanns Richtung Strand getragen haben soll. Möglicherweise sprach er deutsch.
Madeleine «Maddie» McCann war drei Jahre alt, als sie im Mai 2007 aus der Ferienwohnung ihrer Eltern in Portugal verschwand. Der Fall löste weltweite Betroffenheit aus, nicht zuletzt, weil ihre Eltern, Kate und Gerry McCann, offensiv die Öffentlichkeit suchten und eine gross angelegte Suchkampagne starteten. Zwar haben zahlreiche Ermittllungen bisher das Verbrechen nicht aufklären können. Doch die Polizei hat den Fall nicht aufgegen. Diese Woche hat die Londoner Polizei neue Fahndungsbilder herausgegeben. Dieses zeigt einen Mann, der angeblich ein Kind im Schlafanzug von der Wohnung der McCanns Richtung Strand getragen haben soll. Möglicherweise sprach er deutsch.
Metropolitan Police, Keystone
Auch dieses Fahndungsbild zeigt den Mann, der möglichweise deutsch sprach und gesehen wurde, wie er ein Kind im Schlafanzug von der Wohnanlage der McCanns Richtung Strand trug. Die britische Polizei sucht jetzt nach 41 Leuten, die bei den Ermittlungen behilflich sein könnten.
Auch dieses Fahndungsbild zeigt den Mann, der möglichweise deutsch sprach und gesehen wurde, wie er ein Kind im Schlafanzug von der Wohnanlage der McCanns Richtung Strand trug. Die britische Polizei sucht jetzt nach 41 Leuten, die bei den Ermittlungen behilflich sein könnten.
Metropolitan Police, Keystone
2. Mai 2012: Bis heute engagieren sich Kate und Gerry McCann bei der Suche nach ihrerTochter. Diese Woche treten sie deshalb im Fernsehen in Grossbritannien, den Niederlanden und Deutschland auf.
2. Mai 2012: Bis heute engagieren sich Kate und Gerry McCann bei der Suche nach ihrerTochter. Diese Woche treten sie deshalb im Fernsehen in Grossbritannien, den Niederlanden und Deutschland auf.
Sang Tan, Keystone
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Fast 1000 Anrufe und E-Mails gingen bis Dienstagnachmittag bei der Londoner Polizei Scotland Yard ein, nachdem diese am Montagabend in einer BBC-Sendung neue Erkenntnisse sowie Phantombilder von Gesuchten vorgestellt hatte.

Gemäss der Polizei hatten mehrere Anrufer zum Phantombild eines Mannes denselben Namen genannt. Mit den Hinweisen wurde auch die Hoffnung auf Erfolg der Aktion in Deutschland geweckt.

Aufruf auch in den Niederlanden

Am Mittwoch wird der Aufruf in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY... ungelöst» gezeigt. Für Dienstag war geplant, die niederländische Bevölkerung im TV-Fahndungsprogramm «Opsporing verzocht» zur Mithilfe aufzurufen. Zwei der gesuchten Männer könnten Zeugenaussagen zufolge Deutsch oder Niederländisch gesprochen haben.

Zudem waren in der Zeit von Maddies Verschwinden aus einer portugiesischen Ferienanlage im Frühjahr 2007 zahlreiche deutsche und niederländische Touristen vor Ort.

In der ZDF-Sendung werden auch die Eltern von Maddie, Gerry und Kate McCann, sprechen. Für das Fernsehen wurden die Geschehnisse in einem Kurzfilm mit Schauspielern nachempfunden.

Die damals dreijährige Madeleine war am Abend des 3. Mai 2007 aus der Ferienwohnung in Praia da Luz an der portugiesischen Algarve verschwunden, während ihre Eltern mit Freunden in der Nähe beim Abendessen waren.

Portugiesische Polizei stellte Ermittlungen ein

Die Behörden in Portugal hatten ihre Ermittlungen 2008 ergebnislos eingestellt. Scotland Yard überprüfte diese. Nachdem Zeugenaussagen, Mobilfunkdaten und weiteres Material erneut betrachtet worden waren, habe sich der Schwerpunkt nun verschoben, erklärte der Untersuchungsleiter.

Unter anderem wurde einer der einst Hauptverdächtigen als unschuldiger Vater identifiziert, der sein Kind aus einem Abend-Kindergarten abgeholt hatte. Die Polizei geht jetzt davon aus, dass Madeleine später aus dem Appartement verschwand als zunächst gedacht - was die Möglichkeit eröffnet, dass ihre Mutter einen möglichen Entführer beinahe noch angetroffen hätte, als sie nach Madeleine und ihren beiden Geschwistern schauen wollte.

Polizei geht von vorbereiteter Entführung aus

Die Polizei sucht nun vor allem einen Mann, der mit einem Kind auf dem Weg Richtung Strand gesichtet wurde. Identifiziert werden sollen zudem ein oder mehrere blonde Männer, die sich vor der Entführung in der Nähe des Appartements aufgehalten haben sollen.

Vieles deute auf eine «geplante Entführung» hin, sagte ein Vertreter von Scotland Yard in der Sendung. Er rief Zuschauer und Öffentlichkeit auf, vorgefertigte Meinungen in dem von Spekulationen umgebenen Fall abzulegen und neu nachzudenken: «Wir haben versucht, alles wieder auf Null zu setzen, auf Anfang, und von dort neu zu beginnen.»

SDA/kpn

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