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Sex, Messen und Gay-Partys

Über das Doppelleben von schwulen katholischen Priestern in Rom hat jetzt das italienische Politmagazin «Panorama» einen Bericht samt Bildern und Video veröffentlicht. Der Vatikan will aber nicht schwul sein.

Schwule sollen vom Priesteramt zurücktreten, meint die katholische Kirche: Priester ohne Habit.
Schwule sollen vom Priesteramt zurücktreten, meint die katholische Kirche: Priester ohne Habit.

Ein Informant der italienischen Zeitschrift «Panorama» ist samt versteckter Kamera in die Schwulenszene Roms eingetaucht und hat den Lebenswandel einiger schwuler Priester über mehrere Tage beschrieben. Dabei ist ein Bericht über Geistliche herausgekommen, die nachts mit männlichen Prostituierten an Partys in Schwulenclubs feiern und sich tagsüber zwischen ihren Messen zum Sex mit wechselnden Partnern treffen.

Die Reaktion der katholischen Kirche kam postwendend. Wie die katholische Nachrichtenagentur KNA berichtet, habe Kardinal Agostino Vallini, der Leiter des Vikariats der römischen Diözese, von «schmerzlichen und bestürzenden Vorgängen» gesprochen. Der Bericht diene hauptsächlich dem Ziel, einen Skandal zu provozieren.

98 Prozent aller Priester schwul?

Vallini meinte ausserdem, dass aufgrund der Behauptungen einer Person alle Priester diskreditiert werden sollten. Damit nahm er auf die Aussage eines der gefilmten Priester Bezug, dass 98 Prozent aller katholischen Geistlichen schwul sind.

Am letzten Freitag erklärte die Diözese Rom gemäss KNA, dass niemand homosexuelle Prälaten dazu zwinge, Priester zu sein. Auch müsse niemand ein Doppelleben führen. «Wir wollen ihnen nicht wehtun», heisst es in einer Stellungnahme, aber ihr Verhalten «beschmutzt die Reputation all der anderen».

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