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Sexfrust – Japans Frauen besorgen sich männliche Geishas

Frauen in Japan geben ein Vermögen aus, um ihre Liebesbedürfnisse ausserhalb der Ehebetten zu befriedigen.

Flirten, Daten und Sex: Eine Kundin trifft sich mit einer männlichen Hostess im Kabukicho-Rotlichtdistrikt in Tokyo. (28. Januar 2017)
Flirten, Daten und Sex: Eine Kundin trifft sich mit einer männlichen Hostess im Kabukicho-Rotlichtdistrikt in Tokyo. (28. Januar 2017)
AFP

In den ehelichen Schlafzimmern im Land der aufgehenden Sonne passiert nicht viel – das zeigt eine neue Studie der Japan Family Planning Association. Mehr als die Hälfte der befragten Paare gab demnach an, seit über einem Monat keinen Sex gehabt zu haben – für die Organisation die Definition einer «sexlosen» Ehe.

Viele japanische Männer vergnügen sich schon länger in den Rotlichtmilieus. Und immer mehr Frauen scheinen sich mit der Flaute in den Ehebetten nicht länger zufriedenzugeben. Medienberichten zufolge geben sie laufend mehr Geld für männliche Hostessen aus, die ihre unbefriedigten Bedürfnisse stillen. Dazu gehören neben Sex auch romantische Dates, Komplimente und Flirten. Alles, wofür der viel beschäftigte Ehemann keine Zeit hat.

100'000 Euro für mehr Leidenschaft

Für die Liebesabenteuer lassen die wohlhabenden Damen auch hübsche Sümmchen springen. Umgerechnet rund 10'000 Franken gibt etwa eine 27-jährige Geschäftsfrau monatlich aus, wie sie gegenüber der Nachrichtenagentur AFP sagte. In manchen Fällen seien es sogar 100'000 Franken. Sex könne, müsse aber nicht zwingend Teil der Vereinbarung sein.

«Japanische Männer sind nicht sehr aufmerksam und zeigen ihre Gefühle nicht, aber die Hosts behandeln dich wie eine Prinzessin. Ich will verwöhnt werden, und es ist mir egal, wie viel das kostet», sagt sie. Ein ehemaliger Host berichtet der AFP von einem grosszügigen Geschenk: «Als ich 20 war, hat mir eine Kundin einen Porsche gekauft.»

800 Host-Clubs in Japan

Zu finden sind die kostspieligen Liebhaber in sogenannten Host-Clubs, wovon es in Japan etwa 800 gibt. In Tokyo allein sind es fast 260. Diese Klubs generieren jährlich Umsätze von Milliarden von Dollar.

Hosts werden auch gern als männliche Geishas bezeichnet – eine traditionelle Unterhaltungsform, die in Japan hoch angesehen ist.

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