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Sieben Tote nach Winterstürmen in den USA

Das US-Wetter spielt verrückt: Nachdem Anfang der Woche 34 Tornados über den Süden des Landes hinweggefegt waren, mussten über Weihnachten wegen Schnee und Hagels 2000 Flüge gestrichen werden.

Eisglatte Strassen: Autofahrer kämpfen sich auf der Interstate in Michigan vorwärts. (26. Dezember 2012)
Eisglatte Strassen: Autofahrer kämpfen sich auf der Interstate in Michigan vorwärts. (26. Dezember 2012)
Keystone

Heftige Winterstürme mit Schnee, Regen und starken Windböen sind über die USA hinweg gezogen und haben mindestens neun Menschen das Leben gekostet. Hunderttausende waren zeitweise ohne Strom, mehr als 2000 Flüge fielen im Weihnachts-Reiseverkehr aus.

Im Bundesstaat Arkansas starben zwei ein und zwei Jahre alte Kinder bei einem Autounfall auf schneeglatter Strasse. Ein Mann und eine Frau kamen im Bundesstaat Indiana ums Leben, als sie auf eisiger Strasse die Kontrolle über ihren Roller verloren und von einem Lastwagen gerammt wurden.

Auf den Strassen Oklahomas starben bei widrigen Wetterbedingungen zwei Menschen bei Verkehrsunfällen. In Texas und Louisiana wurden Menschen von Bäumen erschlagen, die unter der Schneelast zusammenbrachen.

Weil mitten in den Weihnachtsferien hunderte Flüge ausfielen, kamen unzählige Menschen nicht zu ihren Familien oder in die Ferien. Nach Angaben der Behörden könnte es eine Woche dauern, bis die Stromversorgung vollständig wiederhergestellt ist. Die Gouverneure von Mississippi und Alabama riefen den Notstand aus.

Fast 30 Tornados an einem Tag

Der Sturm hatte sich Anfang der Woche im Mittleren Westen zusammengebraut. Fast 30 Tornados wurden allein am Dienstag gemeldet - laut Nachrichtensender CNN die bisher höchste Zahl an einem Weihnachtstag in den USA. In der Hafenstadt Mobile im Bundesstaat Alabama richtete ein Wirbelsturm schwere Verwüstungen an.

Little Rock, die Hauptstadt des US-Bundesstaats Arkansas, erlebte derweil die weissesten Weihnachten seit fast 90 Jahren. Während es dort sonst nur sehr selten schneit, bescherte die Sturmfront der Stadt diesmal eine mehr als 20 Zentimeter hohe Schneedecke.

In Teilen Neuenglands gab es heftige Schneefälle und Glatteis. Auch in Ostküsten-Metropolen wie Boston und New York schneite und stürmte es, es wurde bis zu 45 Zentimeter Schnee erwartet.

Von Schäden wurde aber zunächst nichts bekannt. Am Donnerstag sollte das Schlechtwettergebiet laut den Meteorologen in Richtung Nordosten weiterziehen und sich dann langsam auflösen.

«Windhosen» entstehen in Sekunden

Tornados sind Wirbelstürme, die bei grossen Temperaturunterschieden entstehen. Sie erreichen im Extremfall Windgeschwindigkeiten von mehreren hundert Stundenkilometern, bringen es in der Regel aber auf Tempo 120 in den Böen.

Tornados können aufgrund ihres zum Teil sekundenschnellen Entstehens oft nicht vorausgesagt werden. Ein Tornado bildet sich nur unter bestimmten Konstellationen.

Wichtige «Zutaten» sind: Grosse Wolken, Gewitter und unterschiedliche Windrichtungen in verschiedenen Höhen. In diesem Gefüge entsteht eine rotierende Bewegung in der eigentlichen Wolke, die nach unten herauswächst und als «Rüssel» - im Volksmund «Windhose» genannt – sichtbar wird.

SDA/fko

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