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Smog legt Millionenstadt lahm

Die chinesische Industriemetropole Harbin versinkt im Abgasnebel und im Chaos. Autofahrer werden wegen der miserablen Sicht nicht einmal mehr bestraft, wenn sie über rote Ampeln fahren.

Mit Atemmaske unterwegs: Heftiger Smog in der nordchinesischen Stadt Harbin. (21. Oktober 2013)
Mit Atemmaske unterwegs: Heftiger Smog in der nordchinesischen Stadt Harbin. (21. Oktober 2013)
AFP
Nur noch schemenhafte Formen und Farben waren in der chinesischen Industriestadt auszumachen: Auto und Fussgänger versinken in Harbins Smog. (21. Oktober 2013)
Nur noch schemenhafte Formen und Farben waren in der chinesischen Industriestadt auszumachen: Auto und Fussgänger versinken in Harbins Smog. (21. Oktober 2013)
AFP
Not macht erfinderisch: Eine Chinesin trägt zum Schutz gegen den Smog eine Plastiktüte auf dem Kopf. (28. Februar 2013)
Not macht erfinderisch: Eine Chinesin trägt zum Schutz gegen den Smog eine Plastiktüte auf dem Kopf. (28. Februar 2013)
China daily, Reuters
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Heftiger Smog hat das Leben in der chinesischen Millionenstadt Harbin lahmgelegt und ein Verkehrschaos ausgelöst. Auf Bildern des Senders CCTV waren nur noch schemenhafte Formen und Farben der Metropole auszumachen, die unter schwarzen Russwolken versank.

Wie ein Verkehrspolizist der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua sagte, wurden Autofahrer wegen der miserablen Sicht nicht einmal mehr dafür bestraft, wenn sie über rote Ampeln fuhren.

Schulen geschlossen

Messungen zufolge überstieg die Feinstaubbelastung in der Luft 900 Mikrogramm pro Kubikmeter und lag damit 40-mal höher als von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen. Der Luftqualitätsindex wurde mit dem Maximum von 500 angegeben, lag Schätzungen zufolge aber noch darüber.

Schulen wurden geschlossen, Fernbusse stellten den Verkehr ein, Schnellstrassen wurden abgesperrt. Dennoch kam es zu Massenkarambolagen auf den Strassen der nordöstlichen Stadt, die für ihr Eis- und Schneeskulpturenfestival berühmt ist. Nach Einschätzung der Zeitung «Beijing Times» dürfte das Smog-Chaos damit zusammenhängen, dass wegen des nahenden Winters das städtische Heizungsnetz angeschaltet worden sei.

Der massive Verbrauch von Kohle und der rasante Industrieaufstieg Chinas sorgen landesweit für Luftverschmutzung und Gesundheitsrisiken, verärgern aber auch zunehmend die Bevölkerung und bringen so die neue Staatsführung in Zugzwang. Peking hatte im Juni ein Massnahmenbündel erlassen, wonach örtliche Regierungsvertreter persönlich für verbesserte Luftqualität haften sollen.

(SDA)

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