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Solar Impulse: Mitternächtliche Landung in Madrid

Auf ihrem Flug nach Afrika machte die Solar Impulse von Betrand Piccard einen Zwischenstopp. Später in Marokko erwartet das Team ein aussergewöhnlicher Empfang.

Hofft auf gutes Wetter: Der Pilot der Solar Impuls, André Borschberg, beim Start in Rabat. (21. Juni 2012)
Hofft auf gutes Wetter: Der Pilot der Solar Impuls, André Borschberg, beim Start in Rabat. (21. Juni 2012)
AFP
Soll am Freitagmorgen in Quarzazate landen: Das solarbetriebene Flugzeug in Rabat. (21. Juni 2012)
Soll am Freitagmorgen in Quarzazate landen: Das solarbetriebene Flugzeug in Rabat. (21. Juni 2012)
AFP
Ranghoher Besuch vor dem Start in Payerne VD: Bundesrat Didier Burkhalter (l.) mit André Borschberg (M.) und Bertrand Piccard. (24. Mai 2012)
Ranghoher Besuch vor dem Start in Payerne VD: Bundesrat Didier Burkhalter (l.) mit André Borschberg (M.) und Bertrand Piccard. (24. Mai 2012)
Keystone
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Der Schweizer Flugpionier Bertrand Piccard und sein Co-Pilot André Borschberg haben die erste Etappe des ersten Interkontinentalflugs mit ihrem Solarflugzeug gut hinter sich gebracht. Die Solar Impulse landete um 1.28 Uhr MESZ zu einem geplanten technischen Zwischenstopp in Madrid. Das Solarflugzeug soll allein mit Sonnenenergie über die Pyrenäen und das Mittelmeer bis nach Afrika fliegen. Pilot und Piccard- Partner Borschberg war mit der Solar Impulse am Donnerstagmorgen um 08.24 Uhr in Payerne (VD) gestartet.

Den Start beobachtete auch Bundesrat Didier Burkhalter. Er bezeichnete das Projekt als ein Symbol für die Zukunft, die neue Technologien und Ideen birgt.

Mit einer Geschwindigkeit von über 100 Kilometern pro Stunde überquerte die Solar Impulse den Jura in einer Höhe von 3600 Metern über Meer und nahm Kurs auf die südfranzösische Stadt Toulouse. Dazu musste sie das Zentralmassiv überfliegen - auf einer Höhe von 8500 Metern. Nach Toulouse flog sie weiter über die Pyrenäen in Richtung Madrid.

Bisher längster Flug

Der Start auf dem Militärflugplatz in Payerne verzögerte sich wegen Nebels zwar um eine Stunde und 20 Minuten. Dank Rückenwind konnte das Flugzeug jedoch den Rückstand auf den Flugplan nicht nur aufholen, sondern war bereits früher als geplant in Madrid. Vor der Landung musste es deshalb über dem Flughafen der spanischen Hauptstadt kreisen und das Ende des traditionellen Flugverkehrs abwarten.

Weitergehen soll die Reise am Pfingstmontag - sofern das Wetter mitspielt. Den Flug von Madrid nach Rabat soll Piccard übernehmen. Der Flug nach Marokko gilt als Hauptprobe für die im Jahr 2014 geplante Weltumrundung. Mit insgesamt 2500 Kilometern Länge und 48 Stunden Dauer ist er der bisher längste.

Königlicher Empfang in Marokko

In Marokkko wird die Solar Impulse von König Mohammed VI. und von Vertretern der marokkanischen Solaragentur empfangen, die sich neue Impulse für ihr eigenes Solarprogramm erhoffen. Denn gleichzeitig mit dem Eintreffen der Solar Impulse in Marokko wird der Bau einer grossen Solaranlage in der Region Ouarzazate, im Zentrum des Landes, lanciert.

Der aktuelle Flug, bei dem das Solarflugzeug zum ersten Mal das Mittelmeer überfliegt, sollte der letzte vor der geplanten Weltreise im Jahr 2014 sein. Für die Weltreise selbst wird ein zweites Flugzeug gebaut, welches grösser ist und dem Piloten mehr Platz im Cockpit lässt.

SDA/kpn

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