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«Solche Leute muss man wegsperren»

Bei den mutmasslichen Rasern von Schönenwerd bringe eine Psychotherapie höchstwahrscheinlich nichts, meint eine erfahrene Verkehrspsychologin. Und sie sagt, was gegen das Raserproblem getan werden kann.

Erstinstanzliche Strafe von fünf Jahren und acht Monaten Gefängnis: Nekti T. (hinten im Auto) nach der Urteilseröffnung am Amtsgericht Olten-Gösgen im Oktober 2010.
Erstinstanzliche Strafe von fünf Jahren und acht Monaten Gefängnis: Nekti T. (hinten im Auto) nach der Urteilseröffnung am Amtsgericht Olten-Gösgen im Oktober 2010.
Keystone
Pierino Orfei, der Gerichtsvorsitzende im erstinstanzlichen Prozess am Amtsgericht Olten-Gösgen.
Pierino Orfei, der Gerichtsvorsitzende im erstinstanzlichen Prozess am Amtsgericht Olten-Gösgen.
Keystone
Wegen vorsätzlicher Tötung hatte Staatsanwalt Rolf von Felten Gefängnisstrafen von bis zu acht Jahren gefordert.
Wegen vorsätzlicher Tötung hatte Staatsanwalt Rolf von Felten Gefängnisstrafen von bis zu acht Jahren gefordert.
Keystone
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Zwei der drei Männer, die im Raser-Prozess von Schönenwerd (SO) angeklagt sind, sollen erneut Verkehrsdelikte begangen haben. Einer beteiligte sich angeblich an einem Autorennen. Was geht Ihnen da durch den Kopf?Jacqueline Bächli-Biétry: Ich bin entsetzt. Entsetzt, dass es Leute gibt, die so wenig Einfühlungsvermögen und so wenig Lernfähigkeit besitzen. Obwohl ihnen lange Freiheitsstrafen drohen, sind sie offensichtlich nicht in der Lage, ihr Verhalten zu ändern. Wenn diese Leute richtig ticken würden, hätten sie auf Grund ihrer persönlichen Erfahrung beim tödlichen Unfall begriffen, was beim Rasen passieren kann. Sie hätten zum Beispiel begriffen, dass sie nicht nur andere Menschen, sondern auch sich selbst gefährden. Das alles ist sehr ungewöhnlich. Solche Fälle sind in meiner 15-jährigen Praxis als Verkehrspsychologin und Gutachterin selten vorgekommen.

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