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Sozialhilfeempfänger wirkte 20 Jahre lang als falscher Priester

Als falscher Priester hat ein 84-jähriger Italiener Medienberichten zufolge in der Region Venetien zwei Jahrzehnte lang gearbeitet. Im Sommer schaute er jeweils zu seinen Schäfchen und liess es sich gut gehen.

Als Urlaubsvertretung habe der Mann, der sich Bruder Tommaso genannt habe, 20 Jahre lang jeden Sommer den katholischen Pfarrer des kleinen Dorfs Fane in der Nähe von Padua ersetzt und auch in der näheren Umgebung des Orts Messen zelebriert, berichteten italienische Medien am Sonntag. Regelmässig von Anfang Mai bis zum Herbst habe er dort das Abendmahl gefeiert, die Beichte abgenommen und sich von den Einwohnern beherbergen und verköstigen lassen.

Den Berichten zufolge flog sein Schwindel erst auf, als er in diesem Jahr erkrankte und in ein Spital eingeliefert werden musste. Ein junger Gemeindepfarrer habe daraufhin das Kloster des Mannes informieren wollen, wobei sich den Berichten zufolge herausstellte, dass es sich bei Bruder Tommaso um den Sozialhilfeempfänger Italo Gallieni aus Perugia handelte.

Gottlob keine Trauungen

Die Gemeindemitglieder seien angesichts der Neuigkeit, die ihnen der junge Geistliche während eines Gottesdienstes eröffnet habe, überrascht gewesen, hiess es weiter. Ein Bürgermeister der Region zeigte sich demnach erleichtert, dass der falsche Pfarrer keine Trauungen vorgenommen hatte, was ernsthafte standesrechtliche Probleme zur Folge gehabt hätte. Der Hochstapler selbst antwortete den Berichten zufolge auf Nachfragen zu seinem Treiben, er wolle «in Frieden» gelassen werden.

AFP/pbe

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