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Spaniens Königstochter Cristina zieht nach Genf

Das spanische Königshaus wird seit Monaten von der Korruptionsaffäre um den Ehemann von Cristina erschüttert. Die Königstochter kehrt nun offenbar mit den Kindern dem Land den Rücken zu.

Auch ihre Steuern werden unter die Lupe genommen: Königstochter Cristina in Madrid.
Auch ihre Steuern werden unter die Lupe genommen: Königstochter Cristina in Madrid.
Keystone

Spaniens Königstochter Cristina soll ohne ihren in eine Korruptionsaffäre verwickelten Ehemann in die Schweiz ziehen. Die 48-Jährige werde künftig mit ihren vier Kindern im Alter von acht bis 13 Jahren in Genf wohnen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur EFE unter Berufung auf Familienkreise.

Die zweitälteste Tochter von König Juan Carlos und Königin Sofía soll demnach in Genf neue Aufgaben für die Stiftung «la Caixa» übernehmen, für die sie schon seit Jahren arbeitet. Ihr Ehemann Iñaki Urdangarin bleibe dagegen in Barcelona und werde seine Familie regelmässig in der Schweiz besuchen.

Verfahren gegen Ehemann

Die Infantin sei beauftragt worden, die Programme der Stiftung mit UNO-Organisationen abzustimmen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur agi über die künftige Arbeit der Prinzessin. Die Stiftung «la Caixa» gilt als einer der Hauptakteure im Kulturleben Spaniens. Sie engagiert sich neben der Kultur auch für soziale Belange, Forschung und Umwelt. Von offizieller Stelle gab es am Mittwoch keine Angaben zu dem angeblichen Domizilwechsel.

Gegen Cristinas Ehemann, den 45-jährigen Ex-Handballer Urdangarin, läuft auf Mallorca ein Ermittlungsverfahren. Er steht im Verdacht, als Präsident einer gemeinnützigen Stiftung staatliche Gelder in Millionenhöhe unterschlagen zu haben.

Der zuständige Untersuchungsrichter lässt zudem überprüfen, ob Cristina ihre Steuern ordnungsgemäss gezahlt hat. Die Affäre hat dem Image des spanischen Königshauses schwer geschadet.

SDA/kpn

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