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Spanische Hofreitschule bricht mit Tradition

Ein traditioneller Männerbetrieb bekommt weibliche Verstärkung: Die Spanische Hofreitschule in Wien hat am Mittwoch erstmals in ihrer über 430-jährigen Geschichte Frauen zur Bereiter-Ausbildung aufgenommen.

Nachdem sie ihren Probemonat erfolgreich bestanden hatten, wurden die 21-jährige Österreicherin Hannah Zeitlhofer und die 17-jährige Britin Sojourner Morrell zu Elevinnen und damit Schülerinnen an der Reitschule ernannt.

«Wir sind ein traditioneller Betrieb», sagte Generaldirektorin Elisabeth Gürtler. Traditionen und Werte müssten aber immer wieder hinterfragt und der Gegenwart angepasst werden.

In den vergangenen Jahren hätten sich trotz der Tradition, nur Männer aufzunehmen, immer mehr Frauen für die Ausbildung in den historischen Stallungen beworben, erläuterte Gürtler.

Lange Ausbildung

Durchschnittlich dauert die Elevenzeit an der Schule, die bis heute Pferde nach den Reitkunst-Traditionen der Renaissance trainiert, drei bis fünf Jahre. Neben dem Reitunterricht steht auch umfangreiche Stallarbeit auf dem Programm. Bewährt man sich in der «Grundausbildung», steht der Aufstieg zum Bereiteranwärter an.

Nach weiteren drei bis fünf Jahren wird man schliesslich zum Bereiter ernannt. Gleichzeitig mit den jungen Frauen beginnen auch zwei Männer ihre Ausbildung. Die vier sind nach Angaben der Schule die ersten, die nach einer fünfjährigen Pause eingestellt werden.

SDA/mbr

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