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Spanische Polizei fasst Kinderschänder aus Marokko

Nach grossen Protesten hatte der marokkanische König seine Begnadigung widerrufen: Nun ist ein 63-jähriger Pädophiler in seinem Heimatland Spanien gefasst worden. Ein Gericht soll sich um ihn kümmern.

Die Proteste nach der Begnadigung des Pädophilen halten an: Demonstranten in Kenitra. (5. August 2013)
Die Proteste nach der Begnadigung des Pädophilen halten an: Demonstranten in Kenitra. (5. August 2013)
Reuters

Der vom marokkanischen König begnadigte spanische Kinderschänder ist in seinem Heimatland festgenommen worden. Der 63-Jährige wurde in Murcia im Südosten Spaniens gefasst. Dies erklärte ein Sprecher des Innenministeriums in Madrid. Der Spanier solle einem Gericht in der Hauptstadt übergeben werden.

Der marokkanische König Mohammed VI. begnadigte den 63-Jährigen in der vergangenen Woche, widerrief dies jedoch nach Protesten der Bevölkerung am Sonntag. Die Hintergründe sind nicht vollständig geklärt. Wegen seiner Mitverantwortung für die Freilassung des Mannes aus der Haft entliess Mohammed VI. den Chef der Gefängnisverwaltung.

Vergewaltigung 11 Minderjähriger

Eine Untersuchung habe ergeben, dass die Verwaltung «versehentlich fehlerhafte Informationen» über den Fall weitergegeben habe, hiess es in einer Mitteilung des Palastes. Ziel der Untersuchung sei es gewesen, «die Verantwortlichkeiten und Elemente des Versagens» herauszufinden, die zur Freilassung des Kinderschänders geführt hätten.

Die marokkanische Regierung wollte zu dem Fall keine Stellung nehmen. Das Justizministerium erklärte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP, es sei «nicht berechtigt, einen Kommentar abzugeben». Der Spanier war im Jahr 2011 in Rabat wegen Vergewaltigung von elf Minderjährigen zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Seine Opfer waren zwischen vier und 15 Jahren alt.

SDA/mw

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