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«Spiessrutenlauf für Frauen, wie man es nicht beschreiben kann»

Nach dem Sex-Mob in Köln sind Auszüge aus einem Polizeibericht veröffentlicht worden. Er zeigt, wie hilflos die Einsatzkräfte der Menge gegenüberstanden.

Mob von 1000 Menschen: In der Silvesternacht hatten am Kölner Hauptbahnhof überwiegend aus dem nordafrikanischen Raum stammende Täter massive Übergriffe auf Frauen und Diebstahlsdelikte verübt. (31. Dezember 2015).
Mob von 1000 Menschen: In der Silvesternacht hatten am Kölner Hauptbahnhof überwiegend aus dem nordafrikanischen Raum stammende Täter massive Übergriffe auf Frauen und Diebstahlsdelikte verübt. (31. Dezember 2015).
Markus Boehm, AFP
Auch in Hamburg kam es zu Übergriffen: Diese beiden Männer sollen in der Silvesternacht eine Frau sexuell genötigt haben.
Auch in Hamburg kam es zu Übergriffen: Diese beiden Männer sollen in der Silvesternacht eine Frau sexuell genötigt haben.
Polizei Hamburg
Feuerwerk in die Masse: Zusätzlich zu den Attacken sind in der Menschenmenge auch Feuerwerkskörper gezündet worden. (31. Dezember 2015)
Feuerwerk in die Masse: Zusätzlich zu den Attacken sind in der Menschenmenge auch Feuerwerkskörper gezündet worden. (31. Dezember 2015)
Screenshot Youtube
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Nach dem Sex-Mob in Köln hat die Polizei 16 mögliche Tatverdächtige identifiziert. Sie stammen «weitestgehend» aus dem nordafrikanischen Raum, teilt die Polizei in Köln mit.

Ein Kölner Polizist sagt jedoch zur «Welt»: «Nur bei einer kleinen Minderheit handelte es sich um Nordafrikaner, beim Grossteil der Kontrollierten um Syrer.» Ein Beamter bestätigt im «Express» die Angaben. Von 15 vorläufig festgenommenen Personen «waren 14 aus Syrien und eine aus Afghanistan. Das ist die Wahrheit. Auch wenn sie schmerzt.» In der «Welt» erklärt der Beamte: «Vorrangig ging es den meist arabischen Tätern um die Sexualstraftaten oder, um es aus ihrem Blickwinkel zu sagen, um ihr sexuelles Amüsement.» Er ergänzt: «Die meisten waren frisch eingereiste Asylbewerber.»

Mittlerweile sind Auszüge aus einem Polizei-Protokoll an die Öffentlichkeit gelangt. Der Einsatzerfahrungsbericht, der der Zeitung «Bild» vorliegt, stammt von einem leitenden Polizisten.

21.45 Uhr

«Schon bei der Anfahrt zur Dienststelle an den HBF Köln wurden wir von aufgeregten Bürgern mit weinenden und geschockten Kindern über die Zustände im und um den Bahnhof informiert», heisst im Bericht. Die Beamten seien mit Böllern beworfen worden, zudem seien Feuerwerkskörper «wahllos» in die Menschenmenge geworfen worden.

22.45 Uhr

Der Bahnhofsvorplatz habe sich weiter mit «Menschen mit Migrationshintergrund gefüllt». «Frauen mit Begleitung oder ohne durchliefen einen im wahrsten Sinne ‹Spiessrutenlauf› durch die stark alkoholisierten Männermassen, wie man es nicht beschreiben kann.»

Der «massive Pyrogebrauch» habe zugenommen. «Wir kamen zu dem Entschluss, dass die uns gebotene Situation (Chaos) noch zu erheblichen Verletzungen, wenn nicht sogar zu Toten führen würde.»

23.30 Uhr

Die Polizei begann mit der Räumung oberhalb der Domtreppe. Dabei seien die Beamten mit Feuerwerkskörpern und Flaschen beschossen worden. «Erschwerend bei der Räumung neben der Verständigung waren die körperlichen Zustände der Personen aufgrund des offensichtlichen massiven Alkoholgenusses und anderer berauschender Mittel (z. B. Joint)», zitiert die «Bild» aus dem Bericht.

00.15 Uhr

Die Räumung wurde beendet. Es sei wieder zu Auseinandersetzungen und Raubüberfällen gekommen. «Im Einsatzverlauf erschienen zahlreiche weinende und schockierte Frauen/Mädchen bei den eingesetzten Beamten und schilderten sex. Übergriffe durch mehrere männliche Migranten/ -gruppen.»

Die Polizei hätten jedoch nicht jedem Opfer helfen können. Auch eine Identifizierung der Täter sei nicht möglich gewesen. «Die Einsatzkräfte konnten nicht allen Ereignissen, Übergriffen, Straftaten usw. Herr werden, dafür waren es einfach zu viele zur gleichen Zeit.» Im Bericht heisst es wörtlich: «Aufgrund der ständigen Präsenz der Einsatzkräfte und aufmerksamer Passanten im Bahnhof, konnten vollendete Vergewaltigungen verhindert werden.»

Platzverweise seien häufig wirkungslos geblieben. Betreffende Personen seien immer wieder zurückgekehrt und machten sich einen «Spass aus der Situation». «Ich bin Syrer, ihr müsst mich freundlich behandeln! Frau Merkel hat mich eingeladen», war gemäss Bericht einer der Sprüche, den sich die Beamten anhören mussten.

07.30 Uhr

Ende des Polizeieinsatzes.

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