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Stadt sackt Geld aus Trevi-Brunnen ein

Die Münzen aus dem Wahrzeichen in Rom wandern künftig in die eigene Stadtkasse und werden nicht mehr gespendet.

Eines von vielen Wahrzeichen Roms: der Trevi-Brunnen.
Eines von vielen Wahrzeichen Roms: der Trevi-Brunnen.
Alessandra Di Meo/Ansa via AP, Keystone
Unzählige Touristen wollen sich den Brunnen ansehen und werfen Geld hinein, das nun in die Stadtkasse fliessen soll.
Unzählige Touristen wollen sich den Brunnen ansehen und werfen Geld hinein, das nun in die Stadtkasse fliessen soll.
Andrew Medichini/AP, Keystone
Auch wer ein Bad im Trevi-Brunnen nehmen will, wird zur Kasse gebeten.
Auch wer ein Bad im Trevi-Brunnen nehmen will, wird zur Kasse gebeten.
Alessio Taralletto, Keystone
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Wie römische Zeitungen am Freitag berichteten, will Bürgermeisterin Virginia Raggi von der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung das Geld aus der Fontana di Trevi, aber auch aus allen anderen Brunnen der Stadt, ab dem 1. April einem stadteigenen Fonds zuführen.

«Il Messaggero» schreibt, eine aus Experten in Sozial- und Kulturpolitik zusammengesetzte Arbeitsgruppe des Rathauses werde über die Verwendung der Gelder für Projekte befinden.

Davor hat die Stadtverwaltung das Geld der Caritas überlassen. Der Zeitung zufolge brachte der Trevi-Brunnen der Hilfsorganisation der römisch-katholischen Kirche jährlich etwa eine Million Euro ein.

Füsse eintauchen wird teuer

Eine Legende besagt, dass wer mit dem Rücken zum Brunnen eine Münze in das Becken der rund 50 Meter breiten spätbarocken Anlage wirft, eines Tages in die «Ewige Stadt» zurückkehren wird. Der 1993 in Rom gestorbene Regisseur Federico Fellini hat den Brunnen in seinem Film «La Dolce Vita» aus dem Jahr 1960 verewigt. Die Szene, in der die schwedische Schauspielerin Anita Ekberg nächtens in der Fontana di Trevi tanzt und Marcello Mastroianni als junger Klatschreporter zu ihr in den Brunnen steigt, ist bis heute Kult.

Wer die beiden Akteure heute nachahmen will, sollte es sich allerdings gut überlegen. Seit diesem Sommer reicht schon das blosse Eintauchen der Füsse in das Trevi-Wasser für saftige Geldstrafen, die sofort zu begleichen sind. Das ist eine weitere Einnahmequelle für die klammen Kassen der Stadt.

SDA/roy

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