Stadtteil um Notre-Dame muss von Blei befreit werden

Die Strassen und Plätze rund um die Kathedrale werden gereinigt. Der Grund: Auf dem ausgebrannten Dach befand sich eine grosse Menge des Metalls.

Um die Strassen und Plätze zu reinigen, werden sie gesperrt. (13. August 2019) Foto: Bertrand Guay

Um die Strassen und Plätze zu reinigen, werden sie gesperrt. (13. August 2019) Foto: Bertrand Guay

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Rund vier Monate nach dem Brand von Notre-Dame in Paris soll die Gegend um die weltberühmte Kathedrale gründlich von der Blei-Verschmutzung gesäubert werden. Seit Montagabend hat die Stadt damit begonnen, Bereiche um Notre-Dame auf der Île de la Cité abzusperren.

Die Arbeiten sollen rund drei Wochen dauern und nach Angaben der Stadt Paris in drei verschiedenen Etappen stattfinden. Wie schnell es vorangeht, sei auch vom Wetter abhängig. Am Dienstag versperrten Zäune und Polizei Fussgängern den Zutritt zu einem ersten Bereich vor der Kathedrale.

Bei der nun geplanten Reinigung werden einerseits Strassen und Plätze mit einem Hochdruckreiniger bearbeitet. Andererseits wird auf Bänken und Laternen eine Art Reinigungsgel aufgetragen, das die Bleirückstände entfernen soll. Die Schicht bleibt dann jeweils für mehrere Tage auf den Stadtmöbeln. Auch abgestorbene Blätter sollen eingesammelt werden, berichtete der Sender BFMTV. Am Ende der Arbeiten werden erneut Proben entnommen.

Viel Blei verarbeitet

Vor allem in der Dachkonstruktion und der Turmabdeckung der Kirche war viel Blei verarbeitet. Es war bei dem katastrophalen Brand Mitte April geschmolzen - die Umgebung wurde mit Blei verschmutzt. Der berühmte Vorplatz ist seitdem für Touristen gesperrt und wurde bereits mehrfach gereinigt.

Die investigative Online-Plattform «Mediapart» hatte mehrfach berichtet, dass rund um die Kathedrale die zulässigen Blei-Werte höher seien als erlaubt. Es wurden Vorwürfe laut, die Stadt tue nicht genug gegen die Verschmutzung. Die Behörden wiesen das zurück. Zuletzt forderten Verbände, eine Art Schutzglocke um die Kathedrale zu errichten. (sda)

Erstellt: 13.08.2019, 23:30 Uhr

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