Zum Hauptinhalt springen

Erdbeben der Stärke 7,0 erschüttert El Salvador und Nicaragua

Der Erdstoss ereignete sich vor El Salvadors Küste. Die Behörden haben eine Tsunami-Warnung wieder aufgehoben. Fast gleichzeitig erreichte ein Hurrikan das Festland.

Meterhohe Wellen erwartet: Die Bewohner eines Dorfes in Nicaragua verlassen samt Kind und Kegel ihr Zuhause. (24, November 2016)
Meterhohe Wellen erwartet: Die Bewohner eines Dorfes in Nicaragua verlassen samt Kind und Kegel ihr Zuhause. (24, November 2016)
Inti Ocon, AFP
Der Erdstoss der Stärke 7,0 ereignete sich rund 120 Kilometer vor der Küste von El Salvador im Pazifik, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte.
Der Erdstoss der Stärke 7,0 ereignete sich rund 120 Kilometer vor der Küste von El Salvador im Pazifik, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte.
Twitter/elmundoe
Wertvolle und schützenswerte Fracht: Zwei Männer aus Bluefields tragen einen Kühlschrank auf ein Boot.
Wertvolle und schützenswerte Fracht: Zwei Männer aus Bluefields tragen einen Kühlschrank auf ein Boot.
Inti Ocon, AFP
1 / 5

Ein schweres Erdbeben hat El Salvador und Nicaragua erschüttert. Das Zentrum des Bebens der Stärke 7,0 lag rund 150 Kilometer südsüdwestlich der salvadorianischen Ortschaft Puerto El Triunfo in zehn Kilometer Tiefe im Pazifik. Dies teilte die US-Erdbebenwarte am Donnerstag mit. Sie hatte zunächst eine Stärke von 7,2 und eine Tiefe von 33 Kilometern angegeben, beides wurde später aber korrigiert.

Das Tsunamiwarnzentrum (PTWC) warnte vor Tsunamiwellen von bis zu einem Meter Höhe an den Küsten von El Salvador und Nicaragua. El Salvadors Umweltministerin Lina Pohl mahnte die Menschen zur Ruhe. Zunächst gab es aber keine Berichte über Schäden oder Opfer. Die Behörden hoben die Warnung später auf.

Der salvadorianische Zivilschutz versetzte die Rettungskräfte in Alarmbereitschaft und forderte die Küstenbewohner auf, sich mindestens einen Kilometer ins Landesinnere zurückzuziehen.

Nicaraguas Regierungssprecherin Rosario Murillo rief den nationalen Notstand aus. Auch in Nicaragua wurden die Küstenbewohner aufgefordert, wegen möglicher Tsunami-Wellen in höher gelegene Gebiete zu fliehen.

In El Salvador war das Beben vor allem in den Regionen Chalatenango, San Salvador, Cabañas und San Miguel zu spüren. Die Erschütterungen waren auch in Nicaraguas Hauptstadt Managua sowie im Nachbarland Costa Rica spürbar.

Otto trifft auf Land

Nur eine Stunde zuvor hatte zusätzlich der Hurrikan Otto im Süden Nicaraguas die Küste erreicht. Der Wirbelsturm der Kategorie Zwei brachte heftigen Wind und starken Regen über die Karibikküste bei der Stadt Bluefields in der Nähe der Grenze zu Costa Rica.

Nach Angaben des Hurrikan-Zentrums in Miami erreichte er am Donnerstag eine Windgeschwindigkeit von bis zu 175 Kilometern pro Stunde und könnte Springfluten von bis zu zwei Meter Höhe auslösen. Bis zum Freitag rechneten die Experten in Nicaragua und im benachbarten Costa Rica mit starkem Regen.

Die Meteorologen warnten auch vor Erdrutschen. Für den Küstenabschnitt zwischen Puerto Limón in Costa Rica und Bluefields in Nicaragua galt eine Hurrikan-Warnung.

Eine der geologisch gefährlichsten Zonen weltweit

Mittelamerika liegt am sogenannten «Ring of Fire» (Ring aus Feuer) rund um den Pazifik. In dieser hufeisenförmigen Zone befindet sich etwa die Hälfte aller aktiven Vulkane weltweit. Das Gebiet reicht von der südamerikanischen Westküste über die Westküste der USA, Russland und Japan bis nach Südostasien und Neuseeland.

Längs des «Ring of Fire» treffen verschiedene Erdplatten aufeinander, und es kommt zu Verschiebungen – die Folge sind Vulkanausbrüche, Erdbeben und Tsunamis. Die Region gilt als eine der geologisch gefährlichsten Zonen weltweit. Etwa 90 Prozent aller Erdbeben ereignen sich hier.

sda/AP/mch/chk

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch