Starkes Erdbeben erschüttert Norden von Peru

Das Beben hat eine Stärke von 8,0 erreicht. Bisher sind ein Toter und elf verletzte Personen gemeldet worden.

Das Beben ist an einem Konzert des peruanischen Sängers Ezio Oliva per Zufall gefilmt worden. (Video: Reuters)

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Der Ausgangspunkt des Erdbebens habe 75 Kilometer südöstlich der peruanischen Ortschaft Lagunas in der Region Loreto in einer Tiefe von etwa 110 Kilometern gelegen. Die peruanische Erdbebenwarte IGP gab die Stärke des Bebens um 2.41 Uhr (Ortszeit) mit 7,5 und die Tiefe mit 141 Kilometern an. «Man konnte nicht laufen, weil das Beben so stark war», sagte der Bezirksbürgermeister Arri Pezo Murayari im Radiosender RPP. Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke des Bebens vom Sonntag sogar mit 8,0 an.

«Das starke Beben am frühen Morgen war in verschiedenen Regionen des Landes zu spüren. Wir überprüfen nun die betroffenen Gebiete», schrieb Perus Präsident Martín Vizcarra auf Twitter. «Wir bitten die Bürger darum, Ruhe zu bewahren.»

Elf Personen verletzt

Ein Vertreter der Zivilschutzbehörde sagte dem Radiosender RPP, ein Mann sei in der Region Cajamarca ums Leben gekommen, weil ein herabstürzender Felsen in seinem Haus einschlug. Der 48-jährige lag demnach im Bett und schlief, als das Unglück passierte.

Elf weitere Menschen wurden nach Behördenangaben verletzt. Häuser stürzten ein, Strassen und eine Brücke wurden beschädigt. Auch das Nachbarland Ecuador war betroffen: Dort fiel in Teilen des Amazonasgebiets der Strom aus.

«Das Erdbeben betrifft den gesamten peruanischen Dschungel», sagte Präsident Martín Vizcarra in einer ersten Bestandsaufnahme. Wenn nötig, sollten die Opfer aus dem betroffenen Gebiet ausgeflogen werden. In der Ortschaft Yurimaguas stürzte die Ecke eines Hauses ein, wie auf einem von der Feuerwehr veröffentlichten Video zu sehen war. In mehreren Dörfern fiel zudem der Strom aus.

Immer wieder bebt die Erde in Peru

Anfang März hatte ein Erdbeben der Stärke 7,0 den Süden des südamerikanischen Landes erschüttert. Das Beben damals ereignete sich in einer Tiefe von 270 Kilometern. Dabei wurden nach Angaben des Katastrophendienstes Indeci weder Opfer noch Schäden verzeichnet.

«Erdbeben aus einer solchen Tiefe kommen an der Oberfläche deutlich abgeschwächt an», sagte damals der Pressesprecher des Deutschen Geoforschungszentrums (GFZ) in Potsdam, Josef Zens.

In Peru kommt es immer wieder zu starken Erdbeben, weil in der Region verschiedene Platten der Erdkruste aufeinandertreffen. Das Land liegt am Pazifischen Feuerring, der an der gesamten Westküste des amerikanischen Doppelkontinents entlangläuft.

(anf/fal/sda)

Erstellt: 26.05.2019, 21:46 Uhr

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