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Stier rammt Matador Horn ins Gesicht

Vertauschte Rollen bei einem Stierkampf in Saragossa: Ein spanischer Stierkämpfer wurde durch einen Hornstoss ins Gesicht schwer verletzt.

Am Boden: José Badilla wird vom Stier attackiert. (7. Oktober 2011)
Am Boden: José Badilla wird vom Stier attackiert. (7. Oktober 2011)
Keystone
Der 39-Jährige wurde vom Stier regelrecht aufgespiesst. (7. Oktober 2011)
Der 39-Jährige wurde vom Stier regelrecht aufgespiesst. (7. Oktober 2011)
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Der 39-jährige Matator musste sich im Anschluss einer 5-stündigen Operation unterziehen. (7. Oktober 2011)
Der 39-jährige Matator musste sich im Anschluss einer 5-stündigen Operation unterziehen. (7. Oktober 2011)
Keystone
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Horrorszenen in der Stierkampfarena: Ein Stier traf am Freitag in Saragossa den Matador mit einem seiner Hörner mitten ins Gesicht. In Fernsehbildern wurde der Augenblick festgehalten, als das linke Horn des Bullen den Unterkiefer von José Padilla aufspiesste und neben seinem hervorquellenden Auge wieder austrat. Zuschauer schrien vor Entsetzen.

Der 39-jährige Matador erlitt Verletzungen an seinem Auge, Muskeln und Haut, teilte das ihn behandelnde Krankenhaus nach einer fünfstündigen Operation heute mit. Die Fernsehbilder zeigten, wie Padilla es blutüberströmt aus dem Ring der Arena schaffte, während seine Helfer den 500 Kilogramm schweren Stier ablenkten. «Ich kann nichts sehen, ich kann überhaupt nichts sehen», schrie er, als er von der Stierkampfarena Misericordia in das Miguel-Servet-Krankenhaus in Saragossa gebracht wurde.

Es war der zweite Stierkampf für Padilla am zweiten Tag des Festivals Virgen del Pilar. Die ihn behandelnden Ärzte teilten mit, sie hätten Titan-Platten und Gewebe zur Wiederherstellung seines Gesichtsknochens und Augenhöhle eingesetzt. Es sei auch versucht worden, den Sehnerv zu rekonstruieren. Einer von Padillas Helfern, Vicente Yesteras, sagte, der Matador habe noch Glück gehabt, dass das Horn nicht in sein Gehirn eingedrungen sei.

Chris Rea bittet EU um Hilfe für unblutige Stierkämpfe

Stierkämpfe sind in Spanien nicht mehr unumstritten, aber noch immer Teil der Kultur und Tradition des Landes. Tierschützer fordern ein Verbot, der britische Rockmusiker Chris Rea machte im dapd-Interview kürzlich einen anderen Vorschlag: Die EU solle die Matadore dafür bezahlen, die Stiere am Leben zu lassen, so wie sie Fischer dafür bezahle, keine Fische zu fangen. Das Töten der Tiere sei nicht notwendig. «Wir töten wegen des Fleischs, aber wir sollten nicht zum Vergnügen töten», sagte Rea.

Zu seinem neuen Multimedia-Projekt «Santo Spirito Blues» gehören neben einer Audio-CD mit 13 neuen Liedern zwei DVDs, darunter ein filmischer Diskurs über den Stierkampf mit zum Ende hin schockierenden Bildern eines langsam verblutenden Stiers. «Wir zeigen einfach alles», sagt Rea.

dapd/mrs

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