«Viele dachten, wir sterben»

Der plötzliche Abfall des Kabinendrucks hat eine Ryanair-Maschine mit 174 Menschen an Bord in der Nacht zu einer Notlandung in Frankreich gezwungen. 26 Passagiere wurden verletzt.

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Die Maschine der Billigairline war auf dem Weg vom spanischen Giron ins britische Bristol. In einer Flughöhe von 10'000 Metern fiel der Kabinendruck plötzlich ab, so dass der Pilot zu einem Sturzflug auf eine Höhe von 2000 Metern in fünf Minuten gezwungen wurde.

Aus Sicherheitserwägungen forderte er eine ausserplanmässige Landung in Limoges im Zentralmassiv. Dort setzte die Boeing 737 nach Behördenangaben um 23.30 Uhr auf. Die Maschine sei als «vorsorgliche Massnahme» in Limoges gelandet, erklärte ein Ryanair-Sprecher.

«Die Frau vor uns wimmerte nur noch»

26 Passagiere mussten mit teils starken Ohrenschmerzen ins Krankenhaus gebracht werden, teilte die Präfektur von Haute-Vienne in Mittelfrankreich mit.

«Plötzlich gab es einen starken Luftzug und es wurde kalt», erklärte der britische Forscher Pen Hadow, der Passagier des Flugs war, der Zeitung «The Times». Er habe gedacht, das Flugzeug habe ein Loch. «Die Passagiere waren geschockt. Die Frau vor uns wimmerte nur noch. Viele Passagiere dachten, wir würden sterben.» Auch hätten mehrere Sauerstoffmasken an Bord nicht funktioniert.

Passagiere konnten weiterfliegen

Die Passagiere wurden nach Feuerwehrangaben vom Dienstag ins Spital eingeliefert. Die Verletzten litten an Hörproblemen. An Bord der Maschine waren 168 Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder.

Rund vier Stunden nach der Notlandung setzten 127 Passagiere ihre Reise in der Nacht mit einer anderen Ryanair-Maschine fort. Die übrigen Passagiere, die nach dem Zwischenfall nicht wieder ins Flugzeug steigen wollten, sollten mit einem Bus nach Girona gebracht werden.

Die Ursachen des Druckabfalls sind noch unklar. Eine erste Untersuchung der Maschine habe keinen auffälligen technischen Mängel ergeben, sagte ein Polizeisprecher. (oku/sda)

Erstellt: 26.08.2008, 14:13 Uhr

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