Zum Hauptinhalt springen

Strasse bei Sargans verschüttet

Heftige Unwetter machten vergangene Nacht verschiedenen Regionen der Schweiz zu schaffen. Versicherer rechnen mit Schäden von über zehn Millionen Franken.

Die Notrufzentrale lief nach dem Unwetter heiss: Polizeiauto der St. Galler Kantonspolizei. (12. Juni 2014)
Die Notrufzentrale lief nach dem Unwetter heiss: Polizeiauto der St. Galler Kantonspolizei. (12. Juni 2014)
Kapo St. Gallen
Verschüttet: Die Strasse vom Sarganserland ins Weisstannental. (12. Juni 2014)
Verschüttet: Die Strasse vom Sarganserland ins Weisstannental. (12. Juni 2014)
Kapo St. Gallen
...am Tag danach konnte die Strasse wieder freigegeben werden.
...am Tag danach konnte die Strasse wieder freigegeben werden.
Kapo St. Gallen
1 / 4

Im Kanton St. Gallen wurde die Strasse vom Sarganserland ins Weisstannental durch Erdrutsche verschüttet. In den Regionen Rorschach und Uznach sowie im Fürstenland standen Keller unter Wasser. Die Notrufzentrale musste zwischen 19 und 24 Uhr rund 50 Einsätze disponieren, wie die St. Galler Kantonspolizei mitteilte. Menschen kamen durch das Unwetter nicht zu Schaden.

Stark betroffen war die Region Mels-Sargans; dort wurde die Strasse ins Weisstannental an verschiedenen Stellen durch Erdrutsche verschüttet. Ein Linienbus und ein Streifenwagen der Polizei wurden eingeschlossen. Die Strasse ins Weisstannental blieb bis Freitagmorgen gesperrt. Inzwischen seien die Schadenstellen wieder befahrbar, wenn auch nur erschwert, hiess es.

Auch im Raum Uznach, in der Region Rorschach und im Fürstenland zwischen Wil und Abtwil standen die Feuerwehren im Einsatz. Zumeist ging es darum, überflutete Keller und Garagen auszupumpen. Laut Polizei gibt es noch keine Angaben über die Höhe der Schäden.

Stromausfall in Thun

Auch in Teilen des Kantons Bern stand die Feuerwehr im Einsatz. Im Emmental ging Hagel nieder und in Thun fiel der Strom nach einem Blitzschlag aus. Ein Blitz hatte bei Amsoldingen in eine Leitung eingeschlagen. Im Süden der Stadt Thun fiel daraufhin der Strom kurz aus. In den übrigen Stadtgebieten dauerte der Unterbruch länger, nämlich rund eine halbe Stunde.

Bei der Berner Kantonspolizei gingen nach dem Gewitter aus dem gesamten Kantonsgebiet rund 40 Meldungen ein, wie Polizeisprecher Christoph Gnägi auf Anfrage sagte. Die Meldungen betrafen vor allem vollgelaufene Keller und Hagel. Am stärksten betroffen waren Gebiete im Mittelland und im Emmental. Im Emmentaler Dorf Rüderswil sorgte der starke Hagel auf den Strassen vorübergehend für quasi winterliche Verhältnisse.

Millionen-Schäden

Hagel und Überschwemmungen haben Schäden in der Höhe von mehr als zehn Millionen Franken verursacht. Die grössten Schäden entstanden durch Hagelschlag an Autos, rund 2,5 Millionen Franken betrugen die Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen. Verletzt wurde niemand.

In der Region um Spreitenbach AG und Dietikon ZH verursachte Hagel Schäden in Millionenhöhe, wie die Versicherungsgesellschaft AXA Winterthur am Freitag mitteilte. Das Unwetter habe auch die Region Limmattal getroffen.

Gemäss ersten Schätzungen der Versicherung hat der Hagelzug Schäden in der Höhe von rund acht Millionen Franken verursacht. Die meisten Schäden seien an Autos entstanden, vereinzelt sei auch an Gebäuden ein geringer Sachschaden entstanden. Schätzungsweise seien rund 2000 Kunden der AXA vom Hagelzug betroffen.

Die Schweizerische Hagel-Versicherungs-Gesellschaft rechnete mit bis zu 600 Schadenfällen, was einer Schadensumme von rund 2,5 Millionen Franken entspricht. Schäden wurden aus den Kantonen Bern, Luzern, Aargau, Schwyz und Zürich gemeldet, wie die Hagel-Versicherung mitteilte. Betroffen waren Ackerkulturen, Gemüse, Gärtnereien, Gras, Wein und Obst.

SDA/thu

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch