Zum Hauptinhalt springen

Streift ein Bär durch den Kanton Schwyz?

Auf dem Hoch-Ybrig ist ein Bär beobachtet worden. Noch fehlt die Bestätigung, ob es sich tatsächlich um einen Meister Petz handelt.

Im Kanton Schwyz ist möglicherweise ein Bär umhergestreift. Der TV-Sender TeleZüri publizierte am Samstag entsprechende Fotos. Diese soll eine Bauernfamilie im Gebiet Hoch-Ybrig aufgenommen haben. Die Behörden verfügen bislang über keinen Nachweis.

Auf den Fotos ist ein schwarzes Tier in einer mit Schnee bedeckten Rinne eines Berghangs zu sehen. Das Tier gleicht einem Bären. Die Bilder sollen aus dem Wander- und Skigebiet Hoch-Ybrig in unmittelbarer Nähe zu den Bergbahnen stammen.

„Ich konnte es nicht glauben“, sagt der Familienvater zu TeleZüri. Sein vierjähriger Sohn habe das Tier entdeckt. Zuerst hätte die Familie die Flucht ergriffen, danach sei sie aber an den Ort der Entdeckung zurückgekehrt, um das Tier aus sicherer Distanz zu fotografieren, berichtet der Augenzeuge. Auch der Bär sei danach geflüchtet, hiess es.

Tests erforderlich

Der zuständige Wildhüter Roger Bisig sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda, die Behörden würden der Sichtung nachgehen. Bislang gebe es keine weiteren Hinweise auf die Präsenz eines Bären. Die tatsächliche Existenz könnten nur frische Spuren und ein DNS-Test beweisen.

Die Behörden wollen nun die Fotos studieren und das Gebiet Hoch-Ybrig auf mögliche weitere Spuren von Meister Petz untersuchen. Dazu zählen etwa Kotreste oder Haare. Da die Sichtung und die Fotos bereits vom vergangenen Donnerstagmorgen datieren, hätten sich mögliche Spuren im Schnee im Sichtungsgebiet inzwischen aufgelöst, sagte der Wildhüter.

Das Auftauchen eines Bären im Kanton Schwyz wäre eine Überraschung, sagte Wildhüter weiter. Der letzte Bär wurde 1804 im Riemenstaldnertal erlegt. In der Schweiz war der Braunbär zu Beginn des 20. Jahrhunderts ausgerottet worden. Im Juli 2005 wurde der erste Braunbär nach 150 Jahren wieder im Unterengadin beobachtet. Seither gab es fast jährlich Sichtungen im Kanton Graubünden.

SDA/nag

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch