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Süd-Europa brennt

1800 Hektar sind auf Teneriffa bereits verwüstet, nun droht ein Waldbrand auf den Naturpark um den Vulkan Teide überzugreifen. Auch auf Sardinien, Mallorca, Portugal und Montenegro lodern Feuerherde.

In Schutt und Asche: Ein verbrannter Wald in der Nähe der griechischen Ortschaft Patras. (19. Juli 2012)
In Schutt und Asche: Ein verbrannter Wald in der Nähe der griechischen Ortschaft Patras. (19. Juli 2012)
AFP
Nur einer bleibt stehen: Ein einsamer Baum in der Nähe von Patras. (19. Juli 2012)
Nur einer bleibt stehen: Ein einsamer Baum in der Nähe von Patras. (19. Juli 2012)
AFP
Die Feuerwehr hat auch in Montenegro, hier Podgorica, viel zu tun. (17. Juli 2012)
Die Feuerwehr hat auch in Montenegro, hier Podgorica, viel zu tun. (17. Juli 2012)
Keystone
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In mehreren Urlaubsregionen Südeuropas wüten derzeit grosse Feuer. Auf den spanischen Ferieninseln Mallorca, Teneriffa und La Palma sowie auf Sardinien, in Portugal und Montenegro haben die Brände zusammen bereits mehrere tausend Hektar Wald- und Buschland vernichtet.

Die hohen Temperaturen in Südeuropa von bis zu 40 Grad und starker Wind erschweren allerorts die Löscharbeiten. Auf Mallorca zerstörten zwei Feuer eine Fläche von 70 Hektar Wald. Einer der Brände, die seit Montagnachmittag im Westen der Baleareninsel loderten, ist wieder unter Kontrolle. Der andere wütete weiter, wie das Naturinstitut der Balearen (Ibanat) mitteilt.

Brände auf Kanarieninseln

Auch mehrere Brände auf den Kanarischen Inseln sind weiter ausser Kontrolle. Ein heftiger Waldbrand auf der Insel Teneriffa droht auf den Naturpark um den Vulkan Teide überzugreifen. Das Feuer erreichte am Morgen einen Waldstreifen am Rande des Parks auf der spanischen Atlantikinsel. Ein Sprecher der Behörden sagte, die Feuerwehr versuche zu verhindern, dass der Brand auf das Gebiet des Naturparks selbst übergreift. Der 19'000 Hektar grosse Park umfasst den 3718 Meter hohen Vulkan Teide und die angrenzenden Gebiete und gehört seit 2007 zum Unesco-Welterbe.

Es wurden zahlreiche Busse und Autos zum Verlassen des Parks aufgefordert, der ein wichtiges Touristenziel auf der Insel ist. Zudem wurden im Süden der Insel 90 Menschen aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht. Das am Sonntag ausgebrochene Feuer hatte sich heute infolge heftigen Winds erheblich verstärkt und bereits rund 1800 Hektar teilweise verwüstet. Mehr als 70 Feuerwehrleute und sechs Löschhelikopter waren im Einsatz gegen die Flammen.

Auf der Insel La Palma war gestern ebenfalls ein Waldbrand ausgebrochen. Ein Feuer auf La Gomera konnte nach einigen Stunden unter Kontrolle gebracht werden. Etwa 60 Menschen mussten auf dieser kleineren Kanaren-Insel in Sicherheit gebracht werden.

Montenegro: Touristen fliehen aus Hotel

In Montenegro lodern gleich mehrere Waldbrände. Touristen mussten einen Hotelkomplex verlassen. Die Urlauber wurden zum Strand der kleinen Adria-Küstenstadt Sutomore geführt, wie die Nachrichtenagentur Beta berichtet. Einige hatten ihr Gepäck dabei. Die Feuerwehr habe die Flammen, die mehrere Häuser bedrohten, aber rechtzeitig eindämmen können.

Auch in Portugal halten mehrere Waldbrände die Feuerwehr in Atem. Die drei schlimmsten Brände im Norden und in der Gemeinde Póvoa de Santa Iria 30 Kilometer nördlich der Hauptstadt seien inzwischen aber weitgehend unter Kontrolle, teilt der nationale Zivilschutz (ANPC) mit.

Italiens grösster Nationalpark bedroht

Nach einem Grossfeuer im Norden der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien brannte es heute auch im Pollino-Nationalpark im Süden Italiens. Die Flammen vernichteten im grössten Nationalpark Italiens in kürzester Zeit mehr als 600 Hektar Wald- und Buschland. Wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete, näherte sich eines der Feuer dem Berg Serra Dolcedorme mit seinen seltenen Panzerföhren.

Der Chef des Nationalparks, Domenico Pappaterra, rief das Umweltministerium und den italienischen Zivilschutz zu höchster Aufmerksamkeit auf. Es gehe darum, eine Welle von Bränden in diversen Nationalparks Italiens wie vor fünf Jahren zu verhindern. Hinter den Feuern im Pollino-Park wurden Machenschaften der organisierten Kriminalität vermutet.

Die andauernde Trockenheit hatte in den vergangenen Tagen schon zahlreiche Feuer auf Sardinien schnell bedrohlich werden lassen, etwa westlich der Hauptstadt Cagliari. Am Sonntag hatte ein vom Mistralwind getriebenes Feuer bei San Teodoro im sardischen Nordosten 700 bis 800 Hektar Wald und Buschwerk zerstört.

SDA/kle/bru

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