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SVP provoziert mit einem K.-o.-Tropfen-Drink

Jolanda Spiess-Hegglin ist wütend. An einer Wahlkampfparty bot die SVP einen Drink an, der offenbar als Anspielung auf die Zuger Sexaffäre zu verstehen ist.

Keine Anhaltspunkte für Betäubung mit K.-o.-Tropfen: Die Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin nach einer Sitzung im Regierungsgebäude. (29. Januar 2015)
Keine Anhaltspunkte für Betäubung mit K.-o.-Tropfen: Die Zuger Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin nach einer Sitzung im Regierungsgebäude. (29. Januar 2015)
Keystone
Unterzog sich am Tag nach der Feier im Kantonsspital medizinischen Tests wegen Verdachts auf K.-o.-Tropfen:  Jolanda Spiess-Hegglin, grüne Kantonsrätin.
Unterzog sich am Tag nach der Feier im Kantonsspital medizinischen Tests wegen Verdachts auf K.-o.-Tropfen: Jolanda Spiess-Hegglin, grüne Kantonsrätin.
Keystone
...ging die Feier für einige nach Mitternacht im Restaurant Schiff weiter.
...ging die Feier für einige nach Mitternacht im Restaurant Schiff weiter.
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Die Bar der SVP-Wahlkampfparty in St.Gallen vom Samstag hatte einen Drink im Angebot, der viele Gemüter erhitzte. Für fünf Franken gab es dort für die Teilnehmer einen K.-o.-Tropfen-Shot zu kaufen – offenbar eine Anspielung auf die Zuger Sex-Affäre.

Neben SVP-Grössen wie Toni Brunner, Lukas Reimann und Christoph Mörgeli war auch die Juso an der Veranstaltung vertreten. «Um sich ein Bild vom Anlass zu machen» wie «20 Minuten» Juso-Geschäftsleiterin Andrea Scheck zitiert. Sie empört sich «über diesen Umgang mit dem Thema des sexuellen Übergriffs.» Damit habe die SVP erneut eine Grenze überschritten. Bereits im Wahlkampf-Video «Welcome to SVP» machte sich die Partei in einer Szene über das Thema K.-o.-Tropfen lustig.

Mit Unverständnis reagiert auch die in die Zuger Sex-Affäre direkt involvierte Grünen-Politikerin Jolanda Spiess-Hegglin: Wütend mache sie das, twitterte sie gestern Abend. Zwischen ihr und dem Zuger SVP-Kantonsrat war es an der Landammann-Feier im vergangenen Dezember zu einem sexuellen Kontakt gekommen. Nach dem Vorwurf, ihr seien K.-o.-Tropfen verabreicht worden, kam es zu einem juristischen Verfahren. Dieses wurde mittlerweile eingestellt.

Während die Juso in einem Brief gestern sogar eine Entschuldigung für den K.-o.-Tropfen von der SVP forderte, nennt SVP-Präsident und Nationalrat Toni Brunner, der den Shot selber probiert hat, die Jungpartei «humorlos».

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