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Swiss-Mitarbeiterinnen müssen nicht nach Brasilien

Die Lufthansa-Tochtergesellschaft Swiss hat auf das Zika-Virus reagiert. Weibliche Flugcrews können Flüge nach Brasilien ablehnen.

Kurz vor dem Karneval in Rio: Ein Arbeiter desinfiziert ein Gebäude. (26. Januar 2016)
Kurz vor dem Karneval in Rio: Ein Arbeiter desinfiziert ein Gebäude. (26. Januar 2016)
Keystone

Das vor allem in Brasilien wütende Zika-Virus steht im Verdacht, bei ungeborenen Babys Schädelfehlbildungen hervorzurufen. São Paulo ist die Hauptdestination von Swiss in Südamerika. Weibliche Mitglieder der Flugbesatzungen könnten deshalb bis auf Weiteres Flüge in die brasilianische Metropole São Paulo ablehnen, teilte die Fluglinie am Dienstag mit.

In einer Erklärung der Fluglinie hiess es ferner, alle Pilotinnen und weiblichen Besatzungsmitglieder mit Plänen für Nachwuchs sollten vor Flügen nach Brasilien mit ihren Frauenärzten besprechen. Die Weltgesundheitsorganisation erklärte wegen der explosionsartigen Ausbreitung des Virus am Montag den globalen Gesundheitsnotstand.

Gefährlich für Schwangere

Die Länder mit den meisten Infektionen wie Brasilien und Honduras gehen bereits auf breiter Front gegen das Virus vor. Fieberhaft versuchen die Behörden vor allem stehendes Wasser und offene Wasserbehälter zu beseitigen, die der Überträgermücke Aedes aegypti als Brutstätten dienen.

Die Erkrankung durch das Zika-Virus selbst verläuft zwar meist harmlos und löst in den meisten Fällen lediglich Fieber oder Ausschlag aus. Gefährlich werden kann sie aber für Schwangere in den Verbreitungsgebieten, denn viele Frauen brachten zuletzt in auffällig hoher Zahl Babys mit Schädelfehlbildungen zur Welt. Einen Beweis für eine Verbindung zwischen Zika und der sogenannten Mikrozephalie, die das Gehirn der Babys schädigen kann, gibt es bislang aber nicht.

(SDA)

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