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Täter von Daillon soll Militärfan gewesen sein

Die Staatsanwaltschaft will den Mann, der im Wallis drei Frauen erschoss, rasch befragen. Derweil wird berichtet, das Scheitern seiner Militärkarriere habe den heute 33-Jährigen aus der Bahn geworfen.

mw
Grosse Anteilnahme: Kerzenumzug in Daillon VS. (5. Januar 2013)
Grosse Anteilnahme: Kerzenumzug in Daillon VS. (5. Januar 2013)
AFP
Sie gedenken der drei Toten vom letzten Mittwoch. (5. Januar 2012)
Sie gedenken der drei Toten vom letzten Mittwoch. (5. Januar 2012)
Keystone
Ein Porträt einer der Getöteten. (5. Januar 2013)
Ein Porträt einer der Getöteten. (5. Januar 2013)
Keystone
Die Verletzungen eines 33-jährigen Opfers sind nicht mehr lebensbedrohlich: Einschusslöcher in Daillon. (4. Januar 2013)
Die Verletzungen eines 33-jährigen Opfers sind nicht mehr lebensbedrohlich: Einschusslöcher in Daillon. (4. Januar 2013)
Keystone
Die Ermittlungen dauerten bis in den Abend hinein: Ein Polizist in Daillon. (3. Januar 2013)
Die Ermittlungen dauerten bis in den Abend hinein: Ein Polizist in Daillon. (3. Januar 2013)
Keystone
Daillon gehört zur Gemeinde Conthey und liegt nahe der Kantonshauptstadt Sitten: Beamte vor Ort. (3. Januar 2013)
Daillon gehört zur Gemeinde Conthey und liegt nahe der Kantonshauptstadt Sitten: Beamte vor Ort. (3. Januar 2013)
Reuters
Der Täter wohnte selber im Dorf: Sein Haus in Daillon. (3. Januar 2013)
Der Täter wohnte selber im Dorf: Sein Haus in Daillon. (3. Januar 2013)
Keystone
Die Polizei sichert Spuren im und um das Haus. (3. Januar 2013)
Die Polizei sichert Spuren im und um das Haus. (3. Januar 2013)
Keystone
Der Täter erschoss drei Frauen und verletzte zwei Männer: Der Tatort nahe der Kapelle von Daillon VS. (3. Januar 2013)
Der Täter erschoss drei Frauen und verletzte zwei Männer: Der Tatort nahe der Kapelle von Daillon VS. (3. Januar 2013)
Reuters
Die Polizei hatte den Tatort abgesperrt ...
Die Polizei hatte den Tatort abgesperrt ...
Reuters
... und sicherte Spuren: Kriminaltechniker vor Ort. (3. Januar 2013)
... und sicherte Spuren: Kriminaltechniker vor Ort. (3. Januar 2013)
AFP
Informierten über die Bluttat: Catherine Seppey (links) und Jean-Pierre Gross (2. von links) und Polizeikommandant Robert Steiner (3. von links). (3. Januar 2013)
Informierten über die Bluttat: Catherine Seppey (links) und Jean-Pierre Gross (2. von links) und Polizeikommandant Robert Steiner (3. von links). (3. Januar 2013)
Newspictures.ch
Das Motiv des Täters sei noch unklar: Generalstaatsanwalt Jean-Pierre Gross (links) und Robert Steiner (rechts) an der Pressekonferenz in Daillon. (3. Januar 2013)
Das Motiv des Täters sei noch unklar: Generalstaatsanwalt Jean-Pierre Gross (links) und Robert Steiner (rechts) an der Pressekonferenz in Daillon. (3. Januar 2013)
Keystone
«Für das Dorf und die Region ist so ein Vorfall schwierig zu verdauen»: Polizeikommandant Robert Steiner in Daillon. (3. Januar 2013)
«Für das Dorf und die Region ist so ein Vorfall schwierig zu verdauen»: Polizeikommandant Robert Steiner in Daillon. (3. Januar 2013)
Martina Läubli
Viel Hektik: Der Dorfkern von Daillon nahe Sion wenige Stunden nach dem Amoklauf. (3. Januar 2013)
Viel Hektik: Der Dorfkern von Daillon nahe Sion wenige Stunden nach dem Amoklauf. (3. Januar 2013)
Keystone
Beobachteten, wie die Polizei den Täter überwältigte: Dorfbewohnerin Nathalie Frizzi mit ihrem Freund, dessen Sohn und zwei Hunden. (3. Januar 2013)
Beobachteten, wie die Polizei den Täter überwältigte: Dorfbewohnerin Nathalie Frizzi mit ihrem Freund, dessen Sohn und zwei Hunden. (3. Januar 2013)
Le Matin
Hier wurde der Täter festgenommen: Kapelle in Daillon VS. (3. Januar 2013)
Hier wurde der Täter festgenommen: Kapelle in Daillon VS. (3. Januar 2013)
Le Matin
Der Mann soll mit einem Sturmgewehr auf Passanten geschossen haben: Von der Polizei abgesperrter Tatort in Daillon. (3. Januar 2013)
Der Mann soll mit einem Sturmgewehr auf Passanten geschossen haben: Von der Polizei abgesperrter Tatort in Daillon. (3. Januar 2013)
Le Matin
Drei Menschen starben durch Schüsse: Der Dorfeingang von Daillon VS am Morgen. (3. Januar 2013)
Drei Menschen starben durch Schüsse: Der Dorfeingang von Daillon VS am Morgen. (3. Januar 2013)
AFP
Mehrere Patrouillen und Mitglieder einer Spezialeinheit waren vor Ort: Ein Polizist in Daillon. (3. Januar 2013)
Mehrere Patrouillen und Mitglieder einer Spezialeinheit waren vor Ort: Ein Polizist in Daillon. (3. Januar 2013)
Keystone
Das Drama ereignete sich in den Abenstunden: Das kleine Dorf Daillon im Wallis. (3. Januar 2013)
Das Drama ereignete sich in den Abenstunden: Das kleine Dorf Daillon im Wallis. (3. Januar 2013)
AFP
Der Täter wollte einen Familienstreit aus der Welt schaffen: Polizisten in Daillon. (3. Januar 2013)
Der Täter wollte einen Familienstreit aus der Welt schaffen: Polizisten in Daillon. (3. Januar 2013)
Keystone
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Der 33-jährige Einwohner von Daillon, der in dem Walliser Dorf am Mittwoch drei Menschen erschoss und zwei verletzte, befindet sich ausser Lebensgefahr. Die zuständige Staatsanwältin will ihn so rasch als möglich befragen. Der Mann wurde bei der Festnahme von der Polizei am Brustkorb angeschossen und schwer verletzt.

Was den Mann zu seiner Tat trieb, ist weiterhin unklar. Neben der Scheidung seiner Eltern scheint ihn aber ein zweites Ereignis schwer getroffen zu haben. Mehrere Medien berichten, der 33-Jährige sei mit einer Militärkarriere gescheitert. Die Westschweizer Tageszeitung «Le Temps» berichtetunter Berufung auf nicht näher bezeichnete Quellen, der Mann sei militärbegeistert gewesen und hätte nach der Rekrutenschule auch weitergemacht, sei dann aber nicht befördert worden. Gemäss dem Zeitungsbericht hat es das Verteidigungsdepartement abgelehnt, den Fall zu kommentieren. Laut dem Walliser Polizeikommandanten Robert Steiner ist der 33-Jährige aber seit 2006 nicht mehr Mitglied der Armee.

Militär als einzige Freude

Der «Blick» schreibt, das Militär sei das Einzige gewesen, das ihm Freude bereitet habe. Ansonsten sei er nach Angaben einer Nachbarin ein Aussenseiter gewesen, der noch nie eine Partnerin gehabt habe. Nach der Rekrutenschule habe er Instruktor werden wollen; die Militärleitung habe ihn jedoch ausscheiden lassen. «Dies hat ihn völlig gebrochen», zitiert der «Blick» eine nicht namentlich genannte Bekannte.

Die Walliser Tageszeitung «Le Nouvelliste» zitierteinen ehemaligen Klassenkameraden: «Er war immer von der Armee begeistert. Vor etwa zehn Jahren hat er mich zu sich eingeladen. Er hatte diverse Waffen in einem Schrank – Messer, aber auch Gewehre und Pistolen.» Ein zweiter ehemaliger Klassenkamerad bezeichnet ihn als «eine Art Mischung aus Rambo und Pfadfinder».

Ebenfalls zu Wort kommt im Bericht des «Blicks» auch die heutige Freundin seines Vaters, Gisèle Zermatten. Diese sagt, er habe den Kontakt zur Familie abgebrochen. «Helfen konnten wir ihm nicht. Er wollte sich alleine durchschlagen und duldete nicht, dass wir ihm dreinreden.» Zermatten kritisiert auch die Behörden. «Er bekam Geld fürs Nichtstun. Er war kerngesund und hätte problemlos arbeiten können.»

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