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Taser-Nutzung erreicht Rekordwert

Die Schweizer Polizeikorps haben den Elektroschocker im letzten Jahr so oft wie noch nie seit Einführung gebraucht.

Polizei auf Strom: Polizist mit Taser. Bild: Keystone
Polizei auf Strom: Polizist mit Taser. Bild: Keystone

Der Einsatz von elektrischen Schockwaffen – sogenannten Tasern – hat schweizweit einen neuen Rekordwert erreicht. Im letzten Jahr machten hierzulande in 23 Fällen Beamte Gebrauch der Stromstosswaffe, wie Roland Stämpfli von der Schweizerischen Polizeitechnischen Kommission (SPTK) gegenüber der NZZ sagte. Das ist eine Steigerung im Vergleich zum Jahr 2011. Damals wurden 18 Taser-Einsätze dokumentiert.

Seit der Zulassung wurde der Taser über 90-mal gebraucht. In den Jahren 2007 bis 2009 gab es 13, 7 und 8 Ernstfälle, 2010 waren es 15. Die Zunahme im letzten Jahr führt SPTK-Sekretär Stämpfli auf die guten Erfahrungen zurück, welche die Schweizer Polizeikorps mit der Elektroschockpistole gemacht hätten. Gegenüber der NZZ sagt er, dass sich das Gerät als wirksames und verhältnismässig harmloses Mittel in Notsituationen erwiesen hätte.

Die Zunahme der Taser-Nutzung ist nebst der Verbreitung auch mit dem Anstieg der Kriminalität und der tieferen Hemmschwelle von Straftätern zu erklären. Stämpfli erklärt, dass mehr als die Hälfte der Personen, gegen die im vergangenen Jahr ein Stromstoss abgegeben wurde, die Polizisten mit Messern und anderen Waffen bedroht hatten. Zudem sei der Taser 2012 in nur fünf Kantonen zum Einsatz gekommen. Und zwar dort, wo die Korps mit dem Umgang mit der Elektroschockwaffe am längsten vertraut seien.

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