Tausende wollen zum Mars

Über 18'000 Menschen haben sich bei der Nasa auf ein Stelleninserat als Astronauten beworben. Für rund 99 Prozent der Kandidaten wird der Wunsch aber unerfüllt bleiben.

Auf die Bewerber wartet ein hartes Trainingsprogramm: Die Amerikanerin Peggy Whitson bei einer Simulation unter Wasser. (Archivbild)

Auf die Bewerber wartet ein hartes Trainingsprogramm: Die Amerikanerin Peggy Whitson bei einer Simulation unter Wasser. (Archivbild) Bild: Bill Brassard/Nasa/Keystone

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So viele Personen wie nie zuvor haben sich auf eine Stellenanzeige der Nasa hin als Astronauten beworben. Rund 18'300 Bewerbungen gingen ein. Das seien mehr als dreimal so viele wie bei der letzten Ausschreibung 2011 und auch deutlich mehr als der bisherige Rekord von 8000 Bewerbungen 1978. Dies teilte die US-Raumfahrtbehörde am Freitag mit, einen Tag nach Ende der Bewerbungsfrist.

Unter dem Hashtag #BeAnAstronaut hatte die Nasa ihre Ausschreibung bekannt gemacht.

Zu den Voraussetzungen für die Stelle gehören neben der US-Staatsbürgerschaft ein Bachelor-Abschluss in Ingenieurwissenschaften, Biologie, Physik, Computerwissenschaft oder Mathematik und mindestens drei Jahre damit verbundene Berufspraxis oder 1000 Flugstunden als verantwortlicher Pilot.

Ausserdem muss die bewerbende Person in einen Raumanzug hineinpassen, darf keine Höhenangst haben und sollte sich auf «weitere und längere Reisen» einstellen.

Zweijähriges Training steht bevor

Es sei aber «überhaupt nicht überraschend», dass so viele US-Amerikaner persönlich dazu beitragen wollten «den Weg auf unserer Reise zum Mars zu bahnen», erklärte der frühere Astronaut und heutige Nasa-Chef Charlie Bolden.

In den kommenden 18 Monaten wird die Nasa acht bis 14 Glückliche auswählen, die zu Astronauten ausgebildet werden sollen. Ihre Namen werden Mitte 2017 bekannt gegeben.

Sie absolvieren dann ein zweijähriges Training, in dem sie unter anderem Russisch lernen werden, um mit den russischen Kollegen in der Internationalen Raumstation (ISS) kommunizieren zu können. (nag/sda)

Erstellt: 20.02.2016, 12:25 Uhr

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