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Tötungsdelikt Würenlingen: Das sagen Kapo und Kesb

Heute Vormittag wurde kurz vor 11 Uhr eine Stellungnahme der Polizei und der Kinderschutzbehörde Kesb veröffentlicht. Hier die wichtigsten Fakten.

Polizeikommandant Michael Leupold informierte am Sonntagnachmittag über das Tötungsdelikt. (10. Mai 2015)
Polizeikommandant Michael Leupold informierte am Sonntagnachmittag über das Tötungsdelikt. (10. Mai 2015)
Georgios Kefalas, Keystone
Die Wohnung des Täters: Der 36-Jährige lebte noch bis April dieses Jahres in einem Mehrfamilienhaus in einer Gemeinde des Kantons Schwyz. Die Wohnung wurde von den Behörden nach Waffen durchsucht.
Die Wohnung des Täters: Der 36-Jährige lebte noch bis April dieses Jahres in einem Mehrfamilienhaus in einer Gemeinde des Kantons Schwyz. Die Wohnung wurde von den Behörden nach Waffen durchsucht.
Stefan Hohler
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Der 36-jährige Mann, der am Samstag in Würenlingen AG vier Personen erschoss und sich selbst richtete, befand sich zum Zeitpunkt der Bluttat nicht mehr in der fürsorgerischen Unterbringung. Er war zuvor am 24. März auf ärztliche Anordnung in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden.

Das bestätigte Mario Häfliger, Vorsteher der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Ausserschwyz, am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. «Er war draussen», sagte Häfliger. Die Ärzte der psychiatrischen Klinik und nicht die KESB hätten diesen Entscheid gefällt.

Die KESB hatte im März Gefährdungsmeldungen bezüglich der drei Kinder des Mannes erhalten, wie die Kantonspolizei Schwyz am Dienstag mitteilte. Aufgrund der Gefährdungssituation habe eine Intervention der Polizei in der Familie stattgefunden.

Als Folge dieser Intervention platzierte die KESB die Kinder in geeigneten Institutionen. Der Vater wurde am 24. März auf ärztliche Anordnung in einer psychiatrischen Klinik fürsorgerisch untergebracht. Die Familie wohnte im Kanton Schwyz.

Täter wurde 2004 eingebürgert

Die Kantonspolizei Schwyz machte in ihrer Medienmitteilung weitere Angaben zum Täter. Der türkische Staatsbürger hatte 2004 im Rahmen einer erleichterten Einbürgerung im Kanton Schwyz das Schweizer Bürgerrecht erhalten.

Gegen den zuletzt arbeitslosen Mann seien im Kanton Schwyz keine Strafuntersuchungen offen. Das im Jahr 2007 geführte Verfahren wegen einfacher Körperverletzung, Tätlichkeiten, Beschimpfungen und Hausfriedensbruch (Nachbarschaftsstreit) wurde rechtskräftig eingestellt, wie Kantonspolizei schreibt.

Gestützt auf das Waffengesetz machte die Kantonspolizei Schwyz im März 2012 und am 24. März 2015 ausserhalb eines Strafverfahrens am Wohnort des Mannes zwei Hausdurchsuchungen.

Dabei wurde präventiv nach Waffen gesucht. Die Kantonspolizei stellte keine Waffen sicher. Am 24. März wurde der Mann dem polizeilich Dienst des Kantons Schwyz zugeführt.

In einem ruhigen Wohnquartier in Würenlingen hatte der Mann seinen Schwiegervater, seine Schwiegermutter und seinen Schwager mit mehreren Schüssen getötet. Bevor er sich selbst richtete, erschoss er einen Nachbarn seiner Schwiegereltern.

(SDA)

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